Darum gehts
- Starke Böen bis 78 km/h störten am Mittwoch den Flugverkehr in Zürich
- Swiss-Flug LX1223 landete nach zwei Fehlversuchen in Mailand mit falschen Passagieren
- Fünf Durchstarts in 30 Minuten, Windspitzen in Basel über 70 km/h
Ein Sturm sorgt für Chaos am Himmel: Starke Böen mit Spitzenwerten bis 78 km/h haben am Mittwoch den Flugverkehr am Flughafen Zürich erheblich beeinträchtigt.
Mehrere Flugzeuge mussten kurz vor der Landung durchstarten – eine riskante, aber notwendige Massnahme. Besonders betroffen waren Maschinen von Swiss, KLM, Air Baltic und British Airways. Auch am Euroairport Basel und in Bern gab es Probleme. Das Wetterchaos führte zu Umleitungen und Annullierungen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Zwei vergebliche Landeversuche
Die dramatischsten Szenen spielten sich in Zürich ab. Eine Frachtmaschine der ULS Airlines aus Budapest musste gleich zweimal ansetzen, bevor sie sicher landen konnte. Kurz darauf erlebten Passagiere einer Air Baltic Maschine aus Birmingham dasselbe Manöver.
Insgesamt mussten innerhalb einer halben Stunde fünf Flugzeuge, darunter Maschinen von Swiss und British Airways aus London Heathrow, durchstarten. Besonders kurios verlief der Swiss-Flug LX1223 aus Göteborg. Nach zwei vergeblichen Landeversuchen entschied man sich, nach Mailand auszuweichen.
Nicht nur Zürich war betroffen
Das Problem: Die Maschine, eine Embraer E190 mit der Registrierung HB-AZA, war eigentlich für einen späteren Swiss-Flug nach Mailand eingeplant. Dieser wurde jedoch gestrichen, da die Maschine bereits mit den «falschen» Passagieren in Italien gelandet war.
Nicht nur Zürich war betroffen. Auch am Euroairport Basel sorgten die starken Winde für Unregelmässigkeiten. Eine Pegasus-Maschine aus Istanbul landete in Genf, während Flüge von SunExpress und Wizz aus Antalya beziehungsweise Budapest nach Stuttgart umgeleitet wurden. Laut Meteo Schweiz erreichten die Windspitzen in der Region Basel mehr als 70 km/h.