Sust-Bericht enthüllt Details
So kam es zur Notlandung auf dem Vierwaldstättersee

Im vergangenen Sommer stürzte ein Turboprop-Flugzeug in den Vierwaldstättersee. Eine Untersuchung zeigt jetzt: So kam es zur Notlandung auf dem Wasser.
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Die Suchaktion nach dem Wrack dauerte fast einen Monat.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Turboprop-Flugzeug stürzt am 28. Juli 2025 in Vierwaldstättersee
  • Problem mit Fahrwerk führte zur Notlandung bei Kehrsiten NW
  • Pilot unverletzt, Begleiterin verletzt, Flugzeug nach 1 Monat geborgen
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Janine EnderliRedaktorin News

Viele befürchteten das Schlimmste: Ein Turboprop-Flugzeug eines Österreichers geriet im Sommer 2025 in eine Notlage und krachte in den Vierwaldstättersee. Der Pilot und seine Begleiterin konnten lebend geborgen werden. Nach dem Flugzeugwrack wurde lange gesucht. 

Mittlerweile weiss man, wie es zu dem Unglück kam. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) enthüllt in einem Bericht neue Details. Der Ursprung für den Abbruch des Fluges war ein Problem mit dem Fahrwerk. 

Rückblende: Am Morgen des 28. Juli 2025 hob der Pilot um 9.38 Uhr auf dem Flugplatz Buochs NW mit dem Ziel Bad Feuerstein in Deutschland ab. Er meldete sich rund eine Minute nach dem Start bei dem Flugverkehrsleiter und schilderte ein Problem mit dem Fahrwerk. Wegen dieses Problems wollte er wieder umkehren. 

War es die schlechte Sicht?

Wegen eines Wolkenbandes konnte er nicht auf direktem Weg zurück nach Buochs fliegen. Er wählte eine Anflugroute über die Halbinsel Unter Nas. Bei Kehrsiten NW prallte das Flugzeug schliesslich rund drei Minuten nach dem Start, etwa 700 Meter vom Ufer entfernt, auf das Wasser. Über Stansstad NW hatte das Flugzeug plötzlich begonnen, an Höhe zu verlieren.

Zum Zeitpunkt des Unglücks hätten schwierige Wetterbedingungen geherrscht. Ob die schlechte Sicht Grund für den Absturz war, ist unklar. Im Bericht stellt die Untersuchungsstelle jedoch fest: Technische Anomalien hätten nicht bestanden. Das Triebwerk habe stets die gewünschte Leistung geliefert. 

Der Pilot blieb unverletzt. Die Frau zog sich Verletzungen am Oberkörper zu. Nach 40 Minuten im Wasser konnten sie gerettet werden. Erst einen Monat später konnte das Flugzeug in einer aufwendigen Aktion geborgen werden. 

Schon Vorfall beim vorherigen Flug

Bereits um 8.21 Uhr war der Pilot zu einem ersten Flug ab dem Flugplatz Buochs gestartet. Diesen brach er ab, weil die Warnleuchte für eine unsichere Fahrwerksstellung erschienen war, hiess es im Bericht der Sust weiter. Er telefonierte daraufhin mit einem Mechaniker. 

Der Pilot setzte das Fahrwerkssystem entsprechend den Wartungsvorgaben zurück. Die Fehlermeldung erlosch. Eine anschliessend vorgeschriebene Funktionskontrolle – das vollständige Ein- und Ausfahren des Fahrwerks – unterliess er jedoch.

Die Sust betont in ihrem Bericht, dass es nicht Aufgabe einer Sicherheitsuntersuchung sei, Schuld- oder Haftungsfragen zu klären. Sie stuft den Absturz als «Einzelfall» ein. Hinweise auf übergeordnete oder systemische Ursachen habe die Untersuchung nicht ergeben. Damit sah die Sust nur einen begrenzten präventiven Erkenntnisgewinn und stellte die Untersuchung ein.

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