Parkbussen Luzern
Polizeiassistentin parkiert selber auf Rollstuhlparkplatz

Als ein Blick-Leser am Samstagabend mit seinem Hund Gassi ging, nervte er sich über eine Polizeiassistentin vom Kanton Luzern. Diese verteilte Bussen an Parksünder, während sie selbst auf dem einzigen Rollstuhlparkplatz parkierte.
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Ein Blick-Leser entdeckte am Samstagabend ein Patrouillenauto, das auf einem Rollstuhlparkplatz parkierte. Die zugehörige Polizeiassistentin verteilte Ordnungsbussen an andere Parksünder.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Polizeiassistentin parkierte am 04.07.2026 in Sempach auf Rollstuhlparkplatz
  • Luzerner Polizei räumt ein, dass Umparken nach Hinweis erfolgte
  • Auch ein normaler Parkplatz daneben war zum Zeitpunkt frei
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Ein Blick-Leser machte bei seinem Spaziergang am Samstagabend gegen 22 Uhr eine ärgerliche Entdeckung auf dem Parkplatz Weihermatte in Sempach LU. Der einzige Parkplatz für Rollstuhlfahrer war durch ein Polizeiassistenzauto besetzt worden. Eine Polizeiassistentin war ebenfalls vor Ort und gerade dabei, Ordnungsbussen an Parksünder zu verteilen. 

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«Ich habe die junge Frau von mir aus angesprochen», sagt der Leser im Gespräch mit Blick. «Ich wies sie darauf hin, dass sie widerrechtlich parkiert hat und damit möglicherweise einem Menschen den Platz wegnimmt, der auf ihn angewiesen ist.» Kurz angebunden habe die Polizeiassistentin nur gemeint, dass sie aufgrund eines Einsatzes da wäre und den Parkplatz deshalb nutzen dürfe. 

Es sollten für alle dieselben Regeln gelten

Eine unbefriedigende Antwort für den Fussgänger. «Die Polizei hat eine Vorbildfunktion und sollte sich dementsprechend verhalten.» Nur ein Parkfeld weiter sei zudem noch ein normaler Parkplatz frei gewesen. «Ich bat sie darum, auf diesen auszuweichen.»

Für den Leser war es eine Sache der Bequemlichkeit. Er findet, wenn immer möglich, sollten sich auch die Behörden an gängige Regeln halten. «Die Situation sähe selbstverständlich anders aus, wenn bei dem Einsatz eine Gefahr bestanden hätte», meint er zu Blick. 

Luzerner Polizei zeigt Verständnis

Auf Anfrage von Blick teilte die Polizei Luzern mit, über den Vorfall Kenntnis zu haben. Es sei korrekt, dass die Patrouillenfahrzeuge während eines Einsatzes auch auf signalisierten Parkfeldern abgestellt werden dürfen. Jedoch sei es in diesem Fall nicht zwingend notwendig gewesen. 

Die Luzerner Polizei geht davon aus, dass das Rollstuhlzeichen beim rückwärts Einparkieren übersehen wurde. Allerdings habe die Patrouille nach dem Hinweis der Drittperson die Situation überprüft und das Fahrzeug daraufhin umgehend an einen anderen Standort verschoben.


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