Leser zu Zürich-Busse
«In den winzigen Parkfeldern hat nicht mal ein Smart Platz!»

Handwerker Christian Müller hat Knatsch mit der Zürcher Stadtpolizei. Sein Firmenwagen ragte über den Parkplatz hinaus. Die 40-Franken-Busse passt ihm gar nicht. Unsere Leserschaft versteht seinen Frust. Auch ihnen ist die Parksituation in Zürich ein Dorn im Auge.
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Firmeninhaber Christian Müller aus Brittnau im Aargau regt sich über das «Bünzlidenken» der Stadtpolizei Zürich auf.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Handwerker kritisiert Busse in Zürich nach Parkfeld-Überschreitung im März
  • 40 Franken Strafe: Stadtpolizei bleibt hart, heftige Diskussion über Regeln
  • Leser schimpfen über kleine Parkplätze, Boykott-Aufrufe gegen Aufträge in Zürich
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Alessandro KälinRedaktor Community

Handwerker Christian Müller (55) ist stinksauer auf die Stadt Zürich. Der Besitzer eines Bodenbelagsgeschäfts in Brittnau AG erzählt Blick von einer Parkbusse, die ein Mitarbeiter Ende März im Stadtteil Wollishofen erhielt. Die Hinterräder des Lieferwagens ragten leicht über das Parkfeld hinaus, weswegen nun ein Betrag von 40 Franken fällig ist. 

Auch nach Einsprache bleibt die Stadtpolizei bei ihrer Entscheidung. Die Busse bleibt bestehen. «Das kleinkarierte Bünzlidenken und Handeln der Stadt Zürich schadet ihrem Image sehr», kritisiert Müller. Die Stadt verleite Handwerksbetriebe aktiv dazu, Aufträge in Zürich zu meiden. Ein Grossteil unserer Community schlägt sich auf Müllers Seite. 

«Leben wir denn nur noch nach Paragrafen?»

Viele Leserinnen und Leser lassen ihrem Parkfrust freien Lauf. Aldo Baumann kann es nicht glauben: «Etwas mehr Augenmass wäre angebracht, Handwerker müssen mit dem Auto anreisen und können nicht eine Stunde den perfekten Parkplatz suchen.» Mark Strasser findet die Busse unverhältnismässig: «Man kann auch mal ein Auge zudrücken. Leben wir denn nur noch nach Paragrafen?»

Steve Ben stimmt zu: «Es ist diskriminierend, dass die Gemeinden keine ausreichend grossen Parkplätze für die Handwerker zur Verfügung stellen.» Jennifer Baldin hebt hervor: «Ein allgemeines Problem. Autos und Lieferwagen werden immer länger und breiter. Aber die Parkplätze bleiben gleich.» Urs Saladin ergänzt: «Oder sie werden wie in Zürich immer kleiner oder verschwinden ganz!»

«In Zürich sollte man die Parkbussen schon einkalkulieren»

Viele haben bereits schlechte Erfahrungen in Zürich gemacht. Regula Meyer empfiehlt: «Im pedantischen Zürich sollte man die Parkbussen schon einkalkulieren.» Sergio Fasano schreibt: «Der gesunde Verstand ist dort nicht zu Hause. In den winzigen Parkfeldern hat nicht mal ein Smart Platz!» Auch Urs Saladin rügt: «Dann wundert man sich in Zürich, wenn keine Handwerker mehr kommen!»

Manuela Meier empfiehlt Handwerkern: «Wenn Ihr gemeinsam etwas erreichen wollt, boykottiert die Arbeit in der Stadt. Zürich würde Euch danach den roten Teppich auslegen.» Max Binder hat einen ähnlichen Ansatz: «Einfach bei Aufträgen in Zürich 300 Franken Anfahrtspauschale verrechnen. Auch Peter Dosch schreibt: «Jeder Kunde bekommt dort eine Extraparkiergebühr aufgeschrieben.»

«Die Busse wurde zu Recht ausgestellt!»

Auf der Gegenseite erachten trotzdem einige die 40 Franken Busse als gerechtfertigt. So etwa Heidi Nidi: «Aber die Einschränkung für Fussgänger mit Kinderwagen ist dann egal? Die Busse wurde zu Recht ausgestellt!» Urs Höltschi stimmt zu: «Der eine hat ein zu langes Auto. Der andere steht nur kurz auf dem Trottoir. Dann müssen die Kinder auf der Strasse vorbei. Wo liegt die Grenze?»

Walter Zeeger positioniert sich ebenso klar: «Regeln gelten überall im Strassenverkehr. Innerhalb von Ortschaften bedeutet Tempo 30 auch wirklich Tempo 30. Nur weil niemand da ist, darf man nicht schneller fahren. Ausnahmen sollte es keine geben.»

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