Wasser reisst Autos in Trimbach SO mit
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«Worst Case»
Hagelsturm fegt über die Schweiz – Meteorologen erklären die zerstörerische Superzelle

Ein heftiges Unwetter suchte am Freitag die Schweiz heim – die Schäden sind enorm. Blick erklärt, wie es zu einer solchen Superzelle kommen kann.
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Die Superzelle suchte vor allem das Mittelland heim.
Foto: IMAGO/onw-images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Superzelle trifft Schweiz, schlimmste Böen von bis zu 142 km/h am Freitag
  • Innerhalb von 15 Sekunden Windgeschwindigkeit von 100 km/h erreicht
  • Schaffhausen: Hagel und Sturm beschädigen Autos, Hausfassaden
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

«Absoluter Wahnsinn», «Noch nie habe ich so etwas gesehen», «Weltuntergangsstimmung» – so hörte sich die Blick-Leserschaft am Freitagmorgen an. Der Auslöser: Eine Superzelle, die über den Jura, Teile des Mittellands und das Zürcher Unterland zog.

Wie Klaus Marquardt und Roger Perret, Meteorologen bei Meteo News, gegenüber Blick erklären, war das Gewitter der absolute «Worst Case». Was als blitzintensive Zelle begann, die von Frankreich her in Richtung Schweiz zog, verwandelte sich aufgrund aufeinanderprallender Luftmassen in eine Superzelle.

In 15 Sekunden über 100 km/h schnell

«Superzellen sind eine spezielle Form von Gewittern. Durch vertikale Windscherung, also sich mit der Höhe ändernde Windrichtung und Windstärke, beginnen diese nämlich zu rotieren.» Dadurch bleiben Auf- und Abwindbereich besser getrennt und die Gewitterzelle ist deutlich langlebiger als ein normales Wärmegewitter. Solche Wetterphänomene lassen sich aber kaum vorhersagen.

«Die intensiven Niederschläge führen zu starken Abwinden, sogenannten ‹Downbursts›, die sich dann am Boden als Böenwalze ausbreiten», so die Meteorologen. «Bei Superzellen zeigt sich oft ein Böenkragen, eine sogenannte ‹Shelfcloud›. Diese Böenwalzen sind der Grund für die hohen Windgeschwindigkeiten.» Die Zellen bewegen sich daher auch extrem rasch fort – wo zuerst nur leichter Wind war, kann keine 15 Sekunden später eine Geschwindigkeit von 100 km/h vorherrschen.

«Vergleichbare Wetterlage in nächster Zeit nicht absehbar»

Dies war auch am Freitag der Fall. Die starken seitlichen Böen – in Schaffhausen wurden die Winde teils über 142 km/h schnell – in Kombination mit den grossen Hagelkörnern führten zu den starken Schäden an Autos und Hausfassaden. Unter solchen Umständen würden die Hagelkörner «wie kleine Geschosse» kommen, erklären die Meteorologen.

Während der Sturmschreck am Freitagnachmittag und -abend noch etwas weiterzieht, winkt am Wochenende dann wieder die Sonne. Bereits in der Nacht auf Samstag beruhigt sich die Lage. «Am längsten halten sich Regengüsse und Gewitter im Tessin und in Graubünden», so die Wetter-Profis. «Am Samstagmorgen gibt es dann nur noch ein paar Restwolken oder regional etwas Nebel, sonst gestaltet sich der Start ins Wochenende sonnig.»

Und sehr wichtig: «Eine vergleichbare Wetterlage wie heute ist in nächster Zeit nicht mehr absehbar.»

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