So kam es zum Drama in Crans-Montana
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Feuer-Hölle in Bar:So kam es zum Drama in Crans-Montana

Notrufe aus Crans-Montana VS veröffentlicht
«Es gibt viele Verletzte, es ist überall Blut»

Die Notrufe der Brandnacht in Crans-Montana wurden veröffentlicht. Zeugen schildern Blut, Panik und Verletzte. Innert kürzester Zeit gingen 171 Anrufe bei der Notrufzentrale ein.
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Die Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz in der Brandnacht.
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Darum gehts

  • Feuer-Drama in Crans-Montana VS forderte 40 Tote, 116 Verletzte
  • 171 Notrufe gingen bis 3 Uhr in der Neujahrsnacht bei der Notrufzentrale ein

  • Jetzt wurden die Notrufe voller Panik und Schreie veröffentlicht
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Georg NopperRedaktor News

Das Feuer-Drama von Crans-Montana VS mit 40 Todesopfern und 116 Verletzten liegt fast einen Monat zurück. Jetzt hat France Télévisions Aufzeichnungen der Notrufe aus der Horrornacht veröffentlicht. Die Aufnahmen sind beklemmend: In den Stimmen sind Angst und Panik zu hören.

Es handelt sich um Gespräche zwischen der Zentrale der Walliser Nothilfeorganisationen, die den Einsatz der Krankenwagen koordinierte, und Zeugen des Unglücks sowie von Opfern selbst. Insgesamt gingen in der Neujahrsnacht bis 3 Uhr 171 Notrufe ein. 

«Ich habe Verbrennungen, helfen Sie mir»

Der erste Anruf erfolgte um 1:29 Uhr: «Feuer! Feuer! Constellation, Crans Montana ...», ruft ein Mann in gebrochenem Französisch. «Was ist das, ein Hotel?“, antwortet man ihm am anderen Ende der Leitung. Weniger als zehn Sekunden später erklärt eine Passantin die Situation: «Es gab eine Explosion im Le Constellation in Crans-Montana.» Sie sei ziemlich besorgt. «Sie müssen Polizei und Krankenwagen schicken. Ich glaube, es gibt Verletzte, viele Verletzte.» 

Ein Mann fleht ins Telefon: «Ich habe Verbrennungen, bitte helfen Sie mir ...». Im Hintergrund sind panische Schreie zu hören. «Wir wissen bereits Bescheid, alles ist unterwegs, Monsieur», antwortet der Notruf-Mitarbeiter. Das wahre Ausmass der Tragödie wird immer deutlicher: «Es gibt viele Verletzte, es ist überall Blut, so etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen», schlägt ein Zeuge Alarm.

Notruf-Mitarbeiter spricht von «Kriegsgebiet»

«Was muss man tun, wenn jemand Verbrennungen erlitten hat?», fragt eine Frau. «Man muss ihn mit Wasser kühlen und ihm die Kleidung ausziehen», rät ein Mitarbeiter des Notrufs. Dann erkundigt sich eine Frau: «Ich habe einen Verletzten mit schweren Verbrennungen in meinem Auto und würde gerne wissen, wohin ich mich begeben soll.»

«Wir werden den Notfallalarm auslösen» heisst es schliesslich in der Zentrale. «Ich räume die Notaufnahme», so ein anderer Mitarbeiter. «Wurden die Notfallpsychologen alarmiert?», fragt einweiterer. «Dann müssen wir alle verfügbaren Leute herholen, das ist ein Kriegsgebiet, das sage ich dir ganz offen.»

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