Darum gehts
- In Crans-Montana starben 40 Menschen bei einer Tragödie in einer Bar
- Die Hälfte der Opfer war unter 18, jüngstes Mädchen war 14
- Acht von 40 Opfern waren unter 16 Jahre alt
Nach der Tragödie von Crans-Montana, bei der 40 junge Menschen ums Leben kamen, stellen sich viele die Frage: Durften die Teenager so spät noch in der Bar sein?
Unter den Opfern befinden sich zahlreiche Minderjährige – laut der Walliser Kantonspolizei war etwa die Hälfte der Opfer unter 18. Die Jüngste wurde nur 14 Jahre alt.
Was sagt das Walliser Gesetz? Massgeblich ist das Gesetz über die Beherbergung, die Bewirtung und den Kleinhandel mit alkoholischen Getränken. Darin heisst es: «Ab 22 Uhr haben Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung ihres gesetzlichen Vertreters oder eines vom gesetzlichen Vertreter bevollmächtigten Dritten Zugang zu den Räumlichkeiten.» Und weiter: «Der Inhaber der Betriebsgenehmigung ist für die Kontrolle des Zugangsalters verantwortlich.»
Generalstaatsanwältin über 14-Jährige
Die Jugendlichen unter 16 hätten sich gemäss Gesetz nach 22 Uhr nicht mehr alleine in der Bar aufhalten dürfen. Ob sie in Begleitung oder allein waren, wird derzeit ermittelt. Klar ist auch: Die Kontrollpflicht liegt beim Betreiber des Lokals selbst, nicht beim Minderjährigen.
Insgesamt waren acht von 40 Opfern unter 16 Jahren. Zum jüngsten Opfer sagte Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud gegenüber RTS: «Derzeit kann ich nicht sagen, ob die 14-Jährige berechtigt war, sich in der Bar aufzuhalten, oder ob sie in Begleitung war. Das wird die Untersuchung zeigen.»