So rasant breitete sich das Feuer aus
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Es tropft von der Decke:So rasant breitete sich das Feuer aus

Nach Inferno in «Le Constellation»
Strafuntersuchung gegen die beiden Bar-Betreiber eröffnet

In der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana kam es an Silvester zu einem verheerenden Brand mit 40 Toten und 119 Verletzten. Das Feuer wurde von Chamapgner-Wunderkerzen ausgelöst. Blick berichtet im Ticker über die neusten Erkenntnisse.
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So wurde der Partyraum zur tödlichen Falle.
Foto: Blick

Darum gehts

  • Grossbrand in Crans-Montana während der Silvesterfeier.
  • Vor allem junge Leute – teils Teenager – feierten in dem Lokal.
  • Momentan versuchen die Behörden, alle Opfer zu identifizieren.
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
15:28 Uhr

Strafuntersuchung gegen die Betreiber der Bar eröffnet

Die ersten Ermittlungsergebnisse im Zusammenhang mit dem tödlichen Brand in Crans-Montana VS haben zur Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen die beiden Betreiber des Lokals, Jacques (49) und Jessica Moretti (40), geführt. Dies teilt die Walliser Staatsanwaltschaft in einem Communiqué mit.

Den Barbetreibern werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. 

10:23 Uhr

Ein Überblick

  • Nach der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS sprechen die Behörden aktuell von mindestens 40 Toten und 119 Verletzten.
  • Die Brandursache ist nicht abschliessend geklärt. Die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud geht aktuell davon aus, dass der Brand durch Wunderkerzen, die an Champagner-Flaschen befestigt waren, ausgelöst worden ist.
  • Das Inhaber-Ehepaar der Bar Jessica und Jacques Moretti wurde bereits befragt, ist aber auf freiem Fuss. ​Jacques Moretti ist polizeibekannt.​ Eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung ist laut Generalstaatsanwältin Pilloud denkbar.
  • Über die Opfer ist wenig bekannt.​ Die Toten werden von einem Team von 30 Personen aktuell identifiziert. Die Verletzten sind grösstenteils identifiziert und befinden sich in Behandlung.

16:13 Uhr

Jans besucht die Inferno-Bar – er ist tiefbewegt

Im Wallis sind mehrere Dutzend Beamte mit den Untersuchungen beschäftigt. Das erklärte der Walliser Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer bei einem Auftritt mit Bundesrat Beat Jans in Crans-Montana. Oberste Priorität habe derzeit die Identifizierung der Opfer sowie die rasche und umfassende Information der betroffenen Familien.

«Stellt sich die Frage, ob Gesetze angepasst werden müssen»
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Beat Jans über Brandschutz:«Stellt sich die Frage, ob Gesetze angepasst werden müssen»

Ähnlich äusserte sich Jans, der bei seinem Auftritt sichtlich bewegt war und zeitweise mit den Tränen kämpfte. Der Bund werde die Walliser Staatsanwaltschaft bei der Untersuchung unterstützen. «Man wird die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.»

«Die Schweiz ist tieftraurig», sagte der Justizminister. Der Schock über diese unermessliche Tragödie sitze tief, zugleich versprach er eine lückenlose Aufklärung. Als zweifacher Vater könne er das Leid der Familien und Angehörigen nur erahnen. Den Betroffenen wünschte er viel Kraft und versicherte ihnen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht allein seien.

Jans konnte den Brandort betreten. Er habe in der Bar gespürt, «wie stark die Flammen gewesen sein müssen». Sogar im oberen Stock des Unglückgebäudes hätten bis zu 600 Grad geherrscht. Der SP-Bundesrat sprach von einer «enormen Tragödie».

15:47 Uhr

Bundesrat Jans gedenkt der Opfer

«Als Vater zweier Töchter kann ich das Leid erahnen»
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Beat Jans in Crans-Montana:«Als Vater zweier Töchter kann ich das Leid erahnen»

Justizminister Beat Jans hat sich am Samstag zum Gedenken der Opfer nach Crans-Montana VS begeben. Der Bundesrat legte bei einem Kreisverkehr im Dorfzentrum Blumen nieder und hielt inne. Ausserdem begab er sich zum Unglücksort.

«Die Schweiz ist tieftraurig», sagte Jans. Der Schock über die unermessliche Tragödie sitze tief. Als Vater zweier Töchter könne er das unermessliche Leid der Familien und Angehörigen nur erahnen. Den Familien wünsche er viel Kraft und er versichere ihnen, dass sie nicht alleine seien.

14:17 Uhr

Italienische Teams in Schweizer Spitälern im Einsatz

Zur Bewältigung der Brandkatastrophe erhält die Schweiz Unterstützung von italienischen Ärzteteams. Darunter sind auch mehrere Psychologen, welche betroffene Familien betreuen.

Trotz der starken Emotionen und des Schmerzes der Familien, verlaufe diese Aufgabe gut, sagte Giuseppe Lepri Gallerano vom italienischen Zivilschutz in Crans-Montana zur italienischen Nachrichtenagentur Askanews. Die Unterstützung werde besonders geschätzt.

"Solange wir gebraucht werden, werden wir hier sein, den Familien helfen und so lange hier bleiben, wie es nötig ist", sagte er. Die Hilfe gelte nicht nur den italienischen Angehörigen und Verletzten, sondern auch allen anderen Bürgerinnen und Bürgern.

In den Schweizer Spitälern untersuchen die italienischen Ärzteteams den Gesundheitszustand der Verletzten aus Italien. Sobald es die Bedingungen zuliessen und die Möglichkeit bestehe, sollten sie nach Italien zurückgebracht werden, so der Zivilschützer.

12:53 Uhr

Trotz Unglück: Schulunterricht im Wallis soll stattfinden

Trotz des Dramas in Crans-Montana werden die Walliser Schulen am Montag den Unterricht nach den Ferien wieder aufnehmen. Allerdings sollen betroffene Klassen psychologische Unterstützung erhalten.

«Die Schulen werden wie geplant geöffnet sein», sagte der Generalsekretär des Walliser Departements für Wirtschaft und Bildung, Pierre-Yves Délèze, am Samstag auf Anfrage zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die betroffenen Schulen und Klassen würden unterstützt, fügte er hinzu.

Es könnten Räume für Gespräche und wenn nötig Unterstützung durch Spezialisten eingerichtet werden. «Es gibt sicherlich ein Bedürfnis der Jugendlichen, sich zu treffen und auszutauschen», sagte Délèze.

Die Möglichkeit für die Schüler, an der für nächsten Freitag geplanten Andacht zu Ehren der Verstorbenen und Verletzten in Crans-Montana teilzunehmen, muss laut dem Sprecher des Bildungsdepartementes noch organisiert werden. 

12:12 Uhr

Spitäler verschieben wegen Brandopfern Operationen

Für die dringliche Behandlung der Brandopfer von Crans-Montana VS haben in einigen Schweizer Spitälern teilweise andere Eingriffe vertagt werden müssen. So beispielsweise im Universitätsspital und Kinderspital in Zürich.

«Die Absprache unter den verschiedenen Spitälern funktioniert aber hervorragend und man unterstützt sich gegenseitig», teilte das Universitätsspital Zürich (USZ) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstag mit. Andere Zürcher Spitäler haben zwischenzeitlich Patienten und Notfälle des UZSZ übernommen.

Der Notfall des USZ sei aber grundsätzlich jederzeit offen und bereit, weitere und andere Patientinnen und Patienten aufzunehmen. Es stünden jederzeit auch Intensivpflegebetten zur Verfügung.

Auch im Kinderspital Zürich (Kispi) müssen geplante Operationen verschoben werden, wie SRF berichtete. Im Kispi werden fünf Verletzte des Brandunglücks behandelt. Sie sind alle unter 18 Jahre alt und liegen im künstlichen Koma. Für ihre Behandlung sei eine zweistellige Zahl von Eingriffen nötig. Dazu müssten weitere Operationssäle geöffnet werden.

11:53 Uhr

Drei Patienten aus dem Genfer Unispital ins Ausland gebracht

Drei von fünf nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS ins Universitätsspital Genf gebrachte Verletzte sind am Freitagnachmittag ins Ausland gebracht worden. Sie befinden sich mittlerweile in Spitälern in Frankreich und Italien.

Damit würden in Genf nur noch zwei Brandverletzte behandelt, teilte eine Sprecherin am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Betrieb im Spital habe sich damit normalisiert.

Im Lausanner Universitätsspital werden dagegen 22 schwer brandverletzte Personen gepflegt. Damit stelle sich die Frage der Verschiebung geplanter Operationen, bestätigte ein Sprecher. Eine Entscheidung werde man im Laufe des Wochenendes fällen.

11:50 Uhr

Crans-Montana fährt Gedenk-Blumen weg

Crans-Montana fährt Gedenk-Blumen weg
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Vor den Augen Trauernder:Crans-Montana fährt Gedenk-Blumen weg
11:04 Uhr

Erste Schweizer Opfer identifiziert und ihren Familien übergeben

Im Zusammenhang mit dem Brand, der sich in der Neujahrsnacht in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana ereignete, konnte die Walliser Kantonspolizei vier Opfer identifizieren und deren Leichname den Familien übergeben.

Die in den vergangenen Stunden geleistete umfangreiche Identifikationsarbeit der Walliser Kantonspolizei, des DVI (Disaster Victim Identification) sowie des Instituts für Rechtsmedizin hat es ermöglicht, zum jetzigen Zeitpunkt zwei Schweizerinnen im Alter von 21 und 16 Jahren sowie zwei Schweizer im Alter von 18 und 16 Jahren zu identifizieren.

Nach Abschluss dieser Schritte wurden die Leichname ihren Familien übergeben.

11:00 Uhr

Bundesrat Beat Jans besucht Crans-Montana

Beat Jans besucht am Samstag Crans-Montana. Der Besuch Jans sei für 15.30 Uhr geplant, teilte die Walliser Kantonspolizei mit. Jans werde zunächst bei einem Kreisverkehr im Dorfzentrum Blumen niederlegen und sich dann an den Unglücksort begeben.

Foto: keystone-sda.ch
10:58 Uhr

Luzerner Regierungsgebäude mit Trauerflor versehen

Die Anteilnahme hält auch zwei Tage nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS weiter an. Das Luzerner Regierungsgebäude wurde auf Anordnung von Regierungspräsidentin Michaela Tschuor mit einem Trauerflor versehen, wie die Staatskanzlei Luzern am Samstag mitteilte.

Der Luzerner Regierungsrat habe mit grosser Bestürzung von der verheerenden Brandkatastrophe Kenntnis genommen, hiess es in der Mitteilung weiter. Er sei schwer betroffen von der grossen Anzahl der Todesopfer.

Den Überlebenden wünschte der Luzerner Regierungsrat viel Kraft und eine erfolgreiche Genesung und den Angehörigen Halt und Zuversicht. Denjenigen, die dazu beigetragen hatten, das Ereignis zu bewältigen und die Opfer sowie Familien zu unterstützen, sprach die Luzerner Regierung ihre Dankbarkeit aus.

Bei einer Explosion in einer Bar im Skiort Crans-Montana VS sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Dies bestätigte die Kantonspolizei Wallis gegenüber Blick. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, wie ein Mediensprecher am frühen Donnerstagmorgen mitteilte.

Laut dem lokalen Radiosender Rhône FM könnte der Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen die Ursache der Tragödie gewesen sein. Mehrere Personen sollen dies gegenüber dem Sender bestätigt haben. Die Zahl der Opfer wird als sehr hoch eingeschätzt; Rhône FM berichtet von möglicherweise mehreren Dutzend Todesfällen, während eine anonyme Quelle von etwa 40 Opfern spricht.

Der Vorfall ereignete sich in der Bar Le Constellation, wo die Gäste den Beginn des neuen Jahres feierten. Laut Polizei kam es dort zu einer Explosion unbekannter Ursache, in deren Folge ein Feuer ausbrach. Der Brand sei gegen 1.30 Uhr gemeldet worden, sagte Mediensprecher Gaëtan Lathion. Am frühen Morgen sei er bereits unter Kontrolle gewesen.

Flugverbot über Crans-Montana verhängt

Der Einsatz dauere derzeit noch an, gab die Kapo Wallis in einer Medienmitteilung bekannt. Das Gebiet sei vollständig gesperrt. Zudem wurde ein Überflugverbot über Crans-Montana verhängt.

Video zeigt Feuer in Club in Crans-Montana VS
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Augenzeuge filmt:Video zeigt Inferno in der «Le Constellation»-Bar

Zur Anzahl der Toten, Verletzten und Schwerverletzten konnten die Behörden zunächst keine Angaben machen. Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks laufen.

Explosion offensichtlich im Untergeschoss

Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich mehr als 100 Menschen in dem Lokal auf, wie der Polizeisprecher berichtete. Gemäss RTS ereignete sich die Explosion im Untergeschoss der Bar. Diese bietet Platz für 400 Personen.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie mehrere Helikopter sind am Unglücksort im Einsatz. Für Angehörige wurde eine Notrufnummer eingerichtet.

Ein Blick-Reporter, der sich gerade auf dem Weg zum Unglücksort befindet, berichtet, er sei von mehreren Ambulanzen überholt worden, die Richtung Crans-Montana unterwegs waren – auch aus anderen Kantonen.

Möglicherweise Pyrotechnik als Ursache

Wie auf Flight-Radar zu erkennen ist, ist ein Rega-Helikopter am Unglücksort gelandet.

In sozialen Medien wird von einer Explosion während eines Konzerts berichtet. Unbestätigten Hinweisen zufolge könnte Pyrotechnik eine Rolle gespielt haben. Die Polizei bestätigte diese Angaben bislang nicht.

Falls du das Unglück in Crans-Montana mitbekommen haben solltest oder noch vor Ort bist, melde dich gerne bei uns unter der Telefonnummer 044 259 8989, via E-Mail redaktion@blick.ch oder Whatsapp 079 813 8041. 

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