Darum gehts
- Youtuber Jay P fuhr mit seinem McLaren mit über 100 km/h über den Sustenpass und wurde gestoppt
- Sabba fuhr im Ferrari teils mit über 200 km/h über den Furkapass. Der Clip erreichte 56 Mio. Aufrufe
- Die Kantonspolizei Uri kennt den Vorfall und prüft nach Sichtung des Videos ein mögliches Verfahren
Erst vor Kurzem sorgte Youtuber Jay P mit einem halsbrecherischen Autovideo in der Schweiz für Schlagzeilen. Als Teil einer britischen Supercar-Gruppe bretterte er mit seinem McLaren 720S mit wohl mehr als hundert Sachen über den Sustenpass im Kanton Uri. Auf die Polizisten, die den Raser auf seiner Spritztour anhielten und zusammenstauchten, reagierte Jay P lediglich mit Spott.
Der Brite ist dabei scheinbar nicht der einzige Influencer, der gern mit gemeingefährlich hoher Geschwindigkeit über Schweizer Passstrassen brettert. Vor gut einer Woche ging ein Videoclip des Instagram-Kanals «sabba_mik» viral. Der Influencer Sabba prescht darin mit teilweise über 200 Kilometern pro Stunde über den Furkapass zwischen den Kantonen Uri und Wallis. Auf seinem Kanal hat er über 150'000 Follower.
Raserfahrt ist der Polizei bekannt
Vor seiner Raserfahrt postete der Influencer ein Foto vor dem berühmten Hotel Belvédère am Furkapass, das 2015 geschlossen wurde. Stolz präsentiert er darin seinen Ferrari SF90. Der Raser-Clip wurde in sechs Tagen sage und schreibe 56 Millionen Mal angeklickt. Mehr als vier Millionen Mal wurde ausserdem der Like-Button gedrückt. Die Kommentare unter dem Video hat Sabba deaktiviert.
Die Kantonspolizei Uri bestätigt auf Anfrage von Blick, Kenntnis von dem Vorfall zu haben. Ermittlungen wurden bislang jedoch noch keine aufgenommen. «Die Einleitung eines Verfahrens wird, nach eingehender Sichtung des Videos, geprüft», heisst es. Zu möglichen Konsequenzen für den Influencer möchten sich die Beamten aktuell noch nicht äussern.
Nach Jay P ist Sabba der zweite Influencer in kurzer Zeit, der mit einer Raserfahrt über einen Schweizer Bergpass Aufmerksamkeit erregt. Der Polizei sei dieses neue Internet-Phänomen durchaus bekannt. «Wie gross das Ausmass speziell im Zusammenhang mit Fahrten über Bergpässe ist, lässt sich jedoch nicht abschliessend beurteilen», heisst es auf Anfrage weiter.