Darum gehts
- Gut 20 britische Supercars rasten über Susten und Furka
- Die Polizei stoppte sie und rügte riskante Fahrweise
- «Jay» stellte das Video online und spottete über die Polizei
Gut 20 Supercars, eine letzte Spritztour vor dem Winter und die Schweizer Alpen als Rennstrecke. So beschreibt der britische Youtuber, der sich «Jay P» nennt, seinen «finalen Euro-Trip 2026». Das halbstündige Video lud er am 20. Oktober hoch. Der Titel: «I drove 12 hours to Swiss Alps but it ended badly» – «Ich bin zwölf Stunden in die Schweizer Alpen gefahren, aber es endete schlecht».
Der Brite hatte den Start der Gruppe verpasst, weil er sich im Datum geirrt hatte. Also fuhr er mit seinem McLaren 720S die Nacht durch, von England über den Eurotunnel quer durch Frankreich, um die Kollegen in der Schweiz einzuholen. Er habe ja schon bezahlt, sagt er in die Kamera.
«Nimm sie alle, bis zur Haarnadel!»
Auf dem Sustenpass geht es dann richtig los. Die Kamera auf dem Armaturenbrett zeigt, wie der McLaren mit wohl mehr als hundert Sachen über die Passstrasse jagt. Aus dem Auto feuern die Insassen den Fahrer an, andere Autos zu überholen: «Nimm sie alle, bis zur Haarnadel, du bist frei!» Einer ruft «Street Racer!», ein anderer prahlt, er pfeife auf die Ideallinie. Zwischendurch knallt es aus dem Auspuff. «Keine britische Polizei, die uns Probleme macht», freut sich der Youtuber.
Polizist: «Du fährst wie ein Wahnsinniger»
Lange dauert die Freude nicht. Die Polizei hält die Gruppe an. Ein Fahrer aus dem Konvoi steigt aus dem Auto, dessen Bremsen sichtbar rauchen. Ein Beamter staucht ihn zusammen: «Du fährst wie ein Wahnsinniger! Das hier ist die Schweiz, nicht das verdammte Britannien!»
Die Entschuldigung des Fahrers lässt der Polizist nicht gelten und schickt ihn zurück ins Auto. Danach fotografiert er die Kontrollschilder der Gruppe.
Der Youtuber kommentiert das spöttisch: Der Polizist schreie sie an «wie Kinder». Sein Tipp an die Kollegen: Sie hätten sich halt Karbon-Keramik-Bremsen kaufen sollen. Zwar räumt er ein: «Die Schweizer Polizei versteht keinen Spass.» Doch gleich danach sagt er: «Am Ende sind wir genau dafür hergekommen.»
Gleich danach das nächste Duell
Kaum ist die Polizei weg, kündigt er vor laufender Kamera ein Duell an: sein McLaren 720S gegen einen Audi R8 V10. «Mal sehen, was er draufhat.» Danach geht es weiter über den Furkapass.
In der Videobeschreibung stichelt er: Man habe herausgefunden, dass die Schweizer Polizei die Briten nicht möge.
Ob und wie sie von der Polizei gebüsst wurden, lässt «Jay P» offen. Seinen Spass am Rasertrip durch die Schweizer Alpen trübten die Uniformierten jedenfalls mitnichten. «Jay P» lacht höhnisch in die Kamera, als sei Rasen in den Alpen die normalste Sache der Welt.