«Ihr habt unsere Kinder getötet!»
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«Habt unsere Kinder getötet!»:Bei Befragung im Februar werden Morettis konfrontiert

Das steckt dahinter
Morettis müssen zur Pingpong-Befragung antraben

Am 5. Juni müssen Jacques und Jessica Moretti erstmals seit der tödlichen Brandkatastrophe von Crans-Montana gemeinsam vor den Ermittlern erscheinen. Die Staatsanwaltschaft lud das Ehepaar zur Doppelbefragung vor. Was das bedeutet.
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Jacques und Jessica Moretti müssen am 5. Juni erneut vor die Staatsanwaltschaft.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jacques und Jessica Moretti werden am 5. Juni gemeinsam befragt
  • Jacques Moretti leidet unter Depressionen und erhält Morddrohungen
  • 14 Personen wegen Brandkatastrophe in Crans-Montana strafrechtlich untersucht
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Janine EnderliRedaktorin News

Brisantes Aufeinandertreffen im Fall Crans-Montana: Erstmals seit der tödlichen Brandkatastrophe im Wallis werden Jacques (50) und Jessica Moretti (40) gemeinsam von den Ermittlern befragt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Das Verhör findet am 5. Juni statt.

Eine Konfrontationseinvernahme ist im Schweizer Strafrecht eine Befragung, bei der mehrere beteiligte Personen gleichzeitig oder direkt nacheinander einvernommen werden. Ziel ist es, widersprüchliche Aussagen zu klären.

Heisst: Die Ermittlungsbehörden setzen zwei Personen direkt «konfrontiert» gegenüber. Dabei können sie auf Aussagen der anderen Person reagieren oder Fragen beantworten. Eine Konfrontationseinvernahme ordnet die Staatsanwaltschaft häufig dann an, wenn Aussagen voneinander abweichen oder offene Fragen geklärt werden sollen. Die Ermittler prüfen dabei unter anderem, wie glaubwürdig die Beteiligten wirken.

«Pingpong»-Befragung

Eine solche Gegenüberstellung kann auf unterschiedliche Weise ablaufen: Mal erhalten beide dieselbe Frage und antworten nacheinander. Mal wird zuerst ein Beschuldigter ausführlich befragt, bevor der andere reagiert. Möglich ist aber auch eine direkte «Pingpong»-Befragung – ein verbaler Schlagabtausch, bei dem die Aussagen unmittelbar aufeinanderprallen.

Die Doppeleinvernahme findet auf dem Campus Energypolis in Sitten VS statt. Mit im Raum: die Anwälte aller Parteien, die dem französischen Ehepaar ebenfalls Fragen stellen dürfen.

Wie geht es Jacques Moretti?

Offen bleibt, wie es Betreiber Jacques Moretti aktuell geht. Anfang April wurde eine geplante Befragung verschoben. Dies, weil der Inferno-Wirt «infolge des posttraumatischen Schocks nach dem Brand am 1. Januar und seiner anschliessenden Inhaftierung unter einer Depression leidet».

Patrick Michod, Anwalt von Jacques Moretti, betonte, dass sein Mandant Morddrohungen bekomme und einem ausserordentlichen Mediendruck ausgesetzt sei. «Er leidet an Angstzuständen.»

Die Walliser Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen 14 Personen. Im Zentrum stehen die Vorwürfe der fahrlässigen Tötung, fahrlässiger Brandstiftung sowie fahrlässiger schwerer Körperverletzung. Unter ihnen befinden sich neben dem Ehepaar Moretti auch fünf aktuelle oder ehemalige Mitglieder des Gemeinderats sowie mehrere heutige und frühere Gemeindemitarbeiter von Chermignon VS. Am 1. Januar 2017 fusionierte Chermignon mit den Gemeinden Mollens, Montana und Randogne zur neuen Gemeinde Crans-Montana.

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