Leute in Bar tanzen und filmen statt zu flüchten
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Party trotz Flammen:Leute in Bar tanzen und filmen statt zu flüchten

Brisante Bilder aus «Le Constellation» wecken üblen Verdacht
Der Inferno-Schaum steckte auch in den Wänden!

Neue Details zum verheerenden Brand in Crans-Montana: Hochentzündlicher Schaumstoff in Wänden könnte das Inferno weiter begünstigt haben. Das zeigen Bilder, die Blick vorliegen. Gegen die Betreiber läuft eine Strafuntersuchung, die Gemeinde hat Zivilklage eingereicht.
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Brisante Bilder zeigen mehr Umbau-Details von der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS. Quelle: Facebook / Old Constellation Facebook-Bilder zeigen detailliert, wie die Bar Le Constellation umgebaut wurde.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grossbrand in Crans-Montana forderte 40 Tote und 120 Verletzte Januar 2026
  • Bilder enthüllen brennbaren Dämm-Schaumstoff in Wänden und Decken der Bar
  • Strafuntersuchung gegen Betreiber, Gemeinde Crans-Montana reicht Zivilklage ein
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Sandro ZulianReporter News

Der Grossbrand in Crans-Montana VS mit 40 Toten und fast 120 teils schwer verletzten jungen Menschen lässt die Schweiz nicht mehr los.

Vieles ist schon bekannt über die Bar, die über die Neujahrsnacht vom Partytempel zum Höllenschlund wurde. Vieles liegt aber auch noch im Dunkeln. Teilweise weil der Internetauftritt von «Le Constellation» noch in der Nacht der Tragödie plötzlich verschwand.

Brisante Bilder von 2015

Eine andere, nicht gelöschte Facebook-Seite bringt jetzt Licht ins Dunkel – und weitere Fragen auf. Das brisante Detail: Der hochentzündliche Dämm-Schaumstoff, den man in so vielen Bildern und Videos der Nacht wie Zunder brennen sieht, befand sich offenbar nicht nur in der Decke, sondern auch in den Wänden!

Bilder zeigen deutlich, wie der Inferno-Schaumstoff an den Wänden befestigt wurde, mancherorts nahtlos bis hoch zu den Elementen an der Decke. Darüber kam dann eine Holzverkleidung. Eine weitere mögliche Erklärung dafür, dass das gesamte Untergeschoss der Bar innert weniger Minuten in Brand stand.

Die Umbauarbeiten vor zehn Jahren sind immer wieder Thema in den Medien. Auch Blick berichtete vor Kurzem darüber, dass damals die Treppe deutlich verschmälert wurde.

Die Facebook-Seite veröffentlichte schon im Dezember vor zehn Jahren eine Vielzahl von Bildern. Darauf zu sehen: die Umbauarbeiten, deren Abschluss und die Einweihungsfeier. Zur Neueröffnung am 11. Dezember 2015 schreiben die Betreiber stolz in einem Post: «Es ist schwer vorstellbar, dass alles in weniger als zwei Stunden fertig sein würde!»

«So viel Blut an deinen Händen»

Der einzige Kommentar dazu stammt von 2026 und knüpft an den Kommentar der Betreiber an. Er liest sich schrecklich: «..und dass du 10 Jahre später so viel Blut an deinen Händen haben wirst.» Mittlerweile haben viele Menschen die Facebook-Seite entdeckt, klicken sich durch die Bilder und hinterlassen Kommentare.

Der Verdacht, wonach die Betreiber die Todesfalle eigenhändig gebaut haben dürften, erhärtet sich immer mehr. Der Umbau dieses Untergeschosses wurde damals detailliert für die Nachwelt festgehalten, aus Freude, aus Stolz.

Gemeinde reicht Zivilklage ein

Jetzt dient das Bildmaterial der Aufarbeitung. Gegen die Betreiber des Lokals, Jacques (49) und Jessica Moretti (40) wurde eine Strafuntersuchung eröffnet. Kurz darauf reicht die Gemeinde Crans-Montana Zivilklage ein. Beide Seiten, Betreiberpaar und Gemeinde sichern den Behörden ihre vollste Kooperation zu.


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