Darum gehts
- Gerichtsprozess in Nyon VD: Vergewaltigungsvorwurf nach Partynacht in Villa in Gland VD 2019
- Angeklagter Rennfahrer schickte Opfer Nachricht: «Es tut mir von Herzen leid»
- Urteil am Freitag erwartet
Endete eine Partynacht in der Villa von Rennlegende Michael Schumacher (57) in Gland VD im Jahr 2019 mit einer Vergewaltigung? Diese frage soll aktuell ein Gerichtsprozess klären.
Das Opfer soll eine Krankenschwester sein, die zum Zeitpunkt der mutmasslichen Vergewaltigung als Teil eines medizinischen Teams für die Familie Schumacher arbeitete und Michael Schumacher nach seinem schweren Skiunfall im französischen Méribel im Jahr 2013 betreute. Der Beschuldigte ist ein Rennfahrer.
«Es tut mir von ganzem Herzen leid»
Er behauptete laut «Bild» am Dienstag im Gerichtssaal in Nyon VD, die Begegnung sei einvernehmlich gewesen. Er habe bis in die frühen Morgenstunden bei der Frau geschlafen. «Ich wollte nicht, dass die Angestellten von dem intimen Moment erfahren, den wir miteinander hatten.»
Bei der Verhandlung sollen bislang unveröffentlichte Textnachrichten vorgelesen worden sein, die der Rennfahrer der Pflegerin nach der mutmasslichen Tatnacht sendete. Der angebliche Inhalt: «Es tut mir von ganzem Herzen leid. Es tut mir leid für den Schmerz, den ich dir zufüge.»
Weiter soll der Angeklagte angegeben haben, sich an wesentliche Teile der Nacht nicht erinnern zu können. Das mutmassliche Opfer soll am Dienstag im Gerichtssaal in Tränen ausgebrochen sein.
Am Freitag steht die Urteilsverkündung an. Keiner der Schumachers ist in den Fall verwickelt oder befand sich zum Zeitpunkt der mutmasslichen Straftat im Haus.