Darum gehts
- Silvan Gemperle entdeckt elf fussballgrosse Riesenbovisten im Appenzellerland
- Ein Riesenbovist kann bis zu 22 Kilogramm schwer werden
- Gefundene Pilze wurden paniert, gewürzt und als Schnitzel serviert
Blick-Leser Silvan Gemperle (35) hat im Appenzellerland einen aussergewöhnlichen Pilz-Fund gemacht. Der gelernte Landschaftsgärtner und St. Galler Pilzkontrolleur war mit seiner Frau beim Wandern, als er die elf weissen Riesen entdeckte. Blick erzählt er von seinem Fund – und davon, wie die Pilz-Riesen schliesslich auf seinem Teller landeten.
Wie es zu dem XXL-Fund kam
Diesen Fund konnte man kaum übersehen. Die weissen Riesen waren etwa «fussballgross», wie Gemperle erzählt.
Obwohl er den geschulten Blick für Pilze hat, war er überrascht. Gemperle sagt: «Man rechnet schon immer mit einem Fund, aber ist dennoch erstaunt. Glück gehört schon dazu.»
Was ist ein Riesenbovist?
Der Riesenbovist ist ein Pilz, der von innen wie aussen weiss ist. Nur dann kann man den Riesen auch ohne Bedenken verzehren. Zu finden ist der Riesenbovist von Juni bis September auf Wiesen und Weiden.
Dank ihrer beachtlichen Grösse sind die Pilze auch für Laien kaum zu übersehen. Trotzdem ist bei wildwachsenden Pilzen Vorsicht geboten: Wer sich nicht sicher ist, ob ein Pilz essbar ist, sollte ihn von einer Pilzkontrollstelle überprüfen lassen.
Vereinzelt finden glückliche Wanderer diese Riesen in der Schweiz. Vor einigen Jahren berichtete Blick bereits von einem Riesenbovist-Fund im Wallis. Dieser brachte stolze 7,4 Kilo auf die Waage. «Ausgewachsen kann so ein Riesenbovist bis zu 22 Kilo schwer werden», erklärt Gemperle.
Riesenbovist als Speisepilz
Einige der Pilze nahm Gemperle als Finderlohn mit – für alle elf reichte der Platz im Rucksack schlicht nicht. Die mitgenommenen Exemplare landeten schliesslich in der Pfanne: paniert, kräftig gewürzt – und als Schnitzel serviert.
Für Gemperle war es das erste Mal, dass er einen Riesenbovist selbst verspeist hat. Die Pilze waren laut Gemperle «superlecker». Die Konsistenz habe ihn dabei an Pouletfleisch erinnert. Sein Fazit nach der ungewöhnlichen Pilz-Mahlzeit: «Ich würde das wieder essen.»