Darum gehts
- Regen bringt Entspannung in die Waldbrandsituation, Feuerverbote bleiben in vielen Kantonen bestehen
- Graubünden lockert in fünf Regionen, Tessin hebt alle Massnahmen auf
- In 13 Kantonen gilt weiterhin ein absolutes Feuerverbot, teils mit Ausnahmen
Einen Cervelat auf den Grillrost legen oder abends noch ein Lagerfeuer machen? Das war in vielen Kantonen zuletzt nur bedingt oder gar nicht möglich.
Der Regen der vergangenen Tage hat die Lage in einigen Regionen entspannt. Für eine komplette Aufhebung der Massnahmen fehlt vielerorts aber noch flächendeckender, ergiebiger Regen. Die meisten Kantone bleiben vorsichtig, wie die grosse Massnahmenübersicht zeigt.
Absolutes Feuerverbot
Im Aargau bleibt das absolute Feuerverbot trotz der jüngsten Niederschläge bestehen. Grillieren ist mit der gebotenen Vorsicht nur auf Gas- oder Elektrogrills möglich.
Kohle- und Einweggrills sind auch im Kanton Glarus weiterhin tabu. Ein Feuerwerksverbot ist weiter in Kraft.
Auch Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Freiburg, Jura, Schaffhausen, Wallis und Zürich halten am absoluten Feuerverbot fest. In Genf bleiben Feuer mit Holz oder Holzkohle ebenfalls verboten. Als Waadtländer kannst du Holzkohlegrill und Feuerwerk weiter im Keller lassen – beides bleibt verboten.
In den Bündner Regionen Bergün-Filisur, Davos-Klosters, Domleschg, Obere und Untere Surselva, Prättigau, Rheintal, Rheinwald, Schams-Albula, Schanfigg, Surses ist generell kein Feuer im Freien erlaubt.
Feuerverbot in Wald/Waldesnähe
Die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Luzern, St. Gallen, Thurgau und Uri haben in den vergangenen Tagen gelockert. Es gilt nur noch ein Feuerverbot im Wald, in anderen Bereichen im Freien kann nach Herzenslust grilliert werden.
Am Mittwoch zog auch der Kanton Solothurn nach. Das Feuern im Siedlungsgebiet ist wieder gestattet. Das Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe, an Fluss- und Seeufern bleibt allerdings weiterhin bestehen, ebenso das grundsätzliche Feuerwerksverbot.
Auch die Kantone Appenzell Innerrhoden, Nid- und Obwalden sowie Schwyz wollen aktuell niemanden im Wald zündeln sehen. Feuer anderswo im Freien ist möglich.
Bestimmte Regionen im Kanton Bern haben am 20. August die Zügel gelockert. In Beatenberg/Unterseen, dem Diemtigtal, dem Entschligental, Frutig- und Kiental, der Grimselregion, Grindelwald, Habkern, Innertkirchen/Gadmen und Innertkirchen/Urbachtal, Kandersteg, Lauterbrunnen, Meiringen, dem Niedersimmental, nördlich und südlich des Brienzersees, der Region Lenk, der Region Zweisimmen, dem Saanenland, Saxeten/Bödeli sowie südlich des Thunersees mahnen die Behörden nur noch einen sorgfältigen Umgang mit Feuer im Wald, in Waldesnähe und im Freien an. In allen weiteren Regionen gilt weiterhin ein Feuerverbot im Wald.
Bedingte Einschränkungen
Der Kanton Neuenburg setzt seit Dienstag auf ein bedingtes Feuerverbot. Bedeutet: Feuer ist im Wald, in Waldesnähe und im Freien nur auf fest eingerichteten Feuerstellen toleriert. Ähnlich schaut es seit vergangener Woche auch im Kanton Zug aus.
Keine Einschränkungen
Ausgerechnet das Tessin, die Sonnenstube der Schweiz, ist der einzige Kanton, der auf dem gesamten Kantonsgebiet seit dem 21. August keinerlei Massnahmen mehr ergreift.
Die Bündner Regionen Bergell, Moesano, Puschlav, San Bernardino und Val Müstair haben ebenfalls in der vergangenen Woche gelockert. Feuer jeglicher Art ist wieder möglich. Zuvor galt auch dort ein absolutes Feuerverbot. In den Regionen Zernez, Scuol-Valsot, Samnaun und Oberengadin gab es in diesem Sommer noch gar keine Einschränkungen.