Darum gehts
- Gebäudebrand in Crans-Montana am 11. Februar 2022, mehrere Verletzte
- Sicherheitsbeauftragter führte wegen Zeitmangels keine Brandschutzkontrollen durch
- Für 1000 Objekte zuständig, arbeitete nur zu 30 Prozent
Weniger als 400 Meter von der Bar Le Constellation entfernt kam es im Februar 2022 auf dem Haut-Plateau von Crans-Montana zu einem Gebäudebrand, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Glücklicherweise gab es keine Todesopfer. Ursache war ein Eigentümer der Wohnanlage Télérésidence C, der seine Sauna unsachgemäss gelöscht hatte, wie ein Dokument der Walliser Staatsanwaltschaft zeigt, das RTS vorliegt.
Das Feuer brach am 11. Februar 2022 um 16 Uhr aus und griff rasch auf weitere Wohnungen über. Ein Nachbar erlitt eine schwere Kohlenmonoxidvergiftung mit Folgen für Herz, Nieren und Kreislauf und musste intensivmedizinisch behandelt werden. Weitere Bewohner wurden durch den Rauch verletzt, jedoch weniger schwer.
Brandschutzkontrollen nicht durchgeführt
Neben dem Wohnungsbesitzer ist auch der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde Lens strafrechtlich belangt. Laut Gerichtsdokumenten gab er zu, die vorgeschriebenen Brandschutzkontrollen aus Zeitmangel nicht durchgeführt zu haben. Dabei wäre er für die Überprüfung von rund 1000 Objekten zuständig gewesen, wobei Hotels und Schulen Priorität hatten. Er arbeitete nur zu 30 Prozent für diese Aufgabe und hatte seine Vorgesetzten zuvor auf den Ressourcenmangel hingewiesen.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Brandstiftung vor. Hätte er die Kontrollen ordnungsgemäss durchgeführt, hätten fehlende Brandabschnitte und feuerfeste Materialien entdeckt werden können – womöglich wäre das Feuer verhindert oder seine Ausbreitung reduziert worden.
Crans-Montana als Vorreiter im Brandschutz?
Die Gemeinde Lens ist nicht mit Crans-Montana fusioniert, und der Sachverständige, der den aktuellen Fall beurteilt, ist nicht derselbe wie beim Brand in der Nähe der Bar Le Constellation. Das Verfahren vor den Walliser Gerichten steht noch aus. Bis zum Urteil gilt der Angeklagte als unschuldig.
2024 präsentierte sich die Stadt Crans-Montana noch stolz, dass sie im Bereich Brandschutz eine Vorreiterrolle einnimmt und über qualifizierte Fachkräfte verfügt. Dort hiess es: «Crans-Montana ist jetzt die erste Stadt in der Region mit einer eigenen Abteilung, die sich ausschliesslich der öffentlichen Sicherheit widmet.» Ziel sei es, Risiken frühzeitig zu erkennen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.
Kurz nach dem Unglück in der Neujahrsnacht war die Mitteilung auf der Webseite der Stadt verschwunden, wie Blick nach einer Recherche gesehen hatte.
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