So entstehen die verschiedenen Farben der Polarlichter
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Grün oder violett:Deshalb leuchten Polarlichter in verschiedenen Farben

Spektakuläres Farbspektakel über der Schweiz
In diesen Phasen gibt es die meisten Polarlichter zu sehen

In der Nacht auf Dienstag waren in vielen Regionen Polarlichter am Himmel zu beobachten. Auch im vergangenen Jahr leuchtete der Himmel in der Schweiz immer wieder in bunten Farben. Blick erklärt dir, warum wir aktuell so viele Polarlichter sehen.
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In der Nacht auf Dienstag leuchtete der Himmel in vielen Regionen dank Polarlichtern in bunten Farben, wie hier in Schindellegi SZ.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

  • In der Nacht auf Dienstag gab es in vielen Schweizer Regionen Polarlichter
  • Stärkster Sonnensturm seit 20 Jahren verursachte das farbenfrohe Spektakel
  • Sonnenfleckzyklus liegt seit 2019 im Aktivitätsmaximum, Höhepunkt aktuell erreicht
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Smaragdgrün, rubinrot oder purpurfarben leuchtete der Himmel in der Nacht auf Dienstag. Vom Aargau über St. Gallen bis nach Graubünden, Wallis oder Freiburg – Menschen in der ganzen Schweiz waren verzaubert von den besonders bunten Polarlichtern. 

«Aurora borealis», auch Nordlichter genannt, sind Lichterscheinungen am Himmel, die entstehen, wenn geladene Teilchen von der Sonne auf die Erdatmosphäre treffen. In der letzten Nacht herrschten dafür die perfekten Bedingungen, denn es gab den stärksten Sonnensturm seit über 20 Jahren!

Vor allem in bestimmten Phasen

Bereits im vergangenen Jahr waren häufiger Polarlichter in der Schweiz zu sehen. Zuletzt gab es im November 2025 ein besonderes Farbspektakel dank eines starken Sonnensturms. Doch warum gibt es Phasen, in denen mehr Polarlichter auftreten?

Das hängt mit der Aktivität der Sonne zusammen. Die Sonne ist in bestimmten Rhythmen aktiv. Der bekannteste Rhythmus ist der 11-jährige Sonnenfleckzyklus, schreibt Meteorologe Klaus Marquardt von Meteo News in einem Blog-Beitrag. Der Sonnenfleckzyklus, auch Schwabe-Zyklus, hat aktuell sein Maximum erreicht – die Sonne ist daher besonders aktiv. 

Sonnenflecken zeigen Aktivität der Sonne

Etwa alle elf Jahre wechselt die Sonne von einem Minimum zu einem Maximum an Aktivität. Erkennbar ist das daran, ob sich sogenannten Sonnenflecken, also dunklere Stellen auf der Sonnenoberfläche, häufen (Maximum) oder nicht (Minimum). Und wie genau entstehen die Sonnenflecken?

Das hänge mit dem Magnetfeld der Sonne zusammen. Bei einer ruhigen Phase sei das Magnetfeld relativ glatt strukturiert, so der Experte. Die Sonne als heisser Gasball rotiert jedoch – am Äquator schneller, an den Polen langsamer. Die Folge: Das Magnetfeld «verdrillt» sich allmählich, nimmt immer komplexere Strukturen an.

An einigen Stellen der Sonnenoberfläche treten diese ein oder aus und bilden die Sonnenflecken, die aufgrund eines Energieunterschieds bis zu 2000 Grad kälter sein können als der Rest der Sonnenoberfläche (rund 6000 Grad). 

Seit 2019 liegt die Aktivität der Sonne im Maximum

Und was heisst das für uns auf der Erde? Je aktiver die Sonne ist, desto stärker wirkt sie sich auf unsere Welt aus. Denn geladene Teilchen können dabei in Massen aus der Sonne brechen und für starke Sonnenstürme sorgen. Diese gefährden Satelliten und können Kommunikationssysteme stören. Zugleich bringen sie jedoch ein Farbspektakel in Form von Polarlichtern zu uns. Vor allem in den Polarregionen sind diese häufig zu beobachten. 

Brechen besonders viele geladene Teilchen durch einen Sonnensturm aus und treffen auf die Erdatmosphäre, können die Polarlichter auch weiter im Süden auftreten – etwa in der Schweiz. Den bunten Zauber in der vergangenen Nacht verdanken wir daher dem Maximum des Sonnenfleckzyklus. Dieser liegt seit 2019 in einer Phase des Maximums, die aktuell ihren Höhepunkt erreicht hat. 

Gibt es noch mehr Polarlichter?

Nun gehe die Aktivität der Sonne in den nächsten Jahren langsam wieder zurück, sagt Meteorologe Roger Perret von Meteo News zu Blick. «Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es auch weiterhin starke Sonnenstürme geben kann. Und wenn die Bedingungen stimmen, also die geladenen Teilchen auf die Erde treffen, kann es auch in der Schweiz in diesem Jahr erneut Polarlichter geben». 

Wann genau Polarlichter auftreten, lässt sich nur schwer vorhersagen. In der Nacht auf Mittwoch könnte sich ein Blick gen Himmel mit etwas Glück dennoch ein zweites Mal lohnen, so die Prognose des Meteorologen. Über dem Nebel, also ab rund 700 bis 800 Metern, gibt es noch eventuell eine Chance für eine zweite Zaubernacht. «Mit den blossen Augen wird man jedoch kaum etwas sehen, bloss durch die Kamera», betont Perret.

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