Neue Hoffnung bei Erektionsstörungen
Unispital Lausanne bietet Penis-Prothese an

Zwischen 40 und 70 Jahren ist fast jeder zweite Mann von einer Erektionsstörung betroffen. Medikamente können bei körperlichen Ursachen helfen. Doch Medikamente reichen nicht immer aus. Das Unispital Lausanne bietet daher nun eine Penis-Prothese an.
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Das Unispital Lausanne bietet eine Penis-Prothese für Patienten mit Erektionsstörungen an.
Foto: CHUV

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fast jeder zweite Mann zwischen 40 und 70 leidet an Erektionsstörungen
  • Das CHUV bietet mit einer Penis-Prothese eine innovative Lösung an
  • Seit Juli 2025 übernimmt die KVG die Kosten für das Implantat
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Kaum einer spricht darüber, doch für Betroffene ist es eine grosse Belastung. Laut dem Unispital Lausanne (CHUV) leidet beinahe jeder zweite Mann zwischen 40 und 70 Jahren an einer Erektionsstörung. Trotz sexueller Erregung bekommen Betroffene keine Erektion oder sie reicht nicht für den Geschlechtsverkehr aus.

Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Stress und Leistungsdruck bis hin zu physischen Erkrankungen wie Depressionen. Besonders häufig stecken jedoch körperliche Ursachen wie Durchblutungsstörungen, Nervenerkrankungen, Nervenschäden und hormonelle Störungen hinter den Potenzproblemen, heisst es auf der Webseite des Unispitals Zürich (USZ). 

Wenn Medikamente nicht helfen

Stecken körperliche Ursachen hinter den Erektionsstörungen, bieten Medikamente oft Abhilfe. Doch was ist, wenn Medikamente nicht ausreichen? Dafür hat das CHUV nun eine Lösung vorgestellt: eine Penis-Prothese.

In einer Mitteilung auf der Webseite des CHUV betont der Leiter der Abteilung für Urologie Franck Bruyère, dass die Penis-Prothese für «eine hohe Zufriedenheitsrate und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität» bei Patienten sorge. Zusätzlich sei auch die Komplikationsrate bei dem Eingriff gering. 

Unsichtbares Kreislaufsystem

Das CHUV setzt dabei auf das Penisimplantat AMS 700. Dieses werde aufgrund seiner Zuverlässigkeit und seines Komforts weltweit am häufigsten verwendet. Das Implantat besteht aus zwei zylinderförmigen Schläuchen, die an die Grösse des Penis angepasst sind. Über einen kleinen Schnitt an der Peniswurzel werden sie in den Penis eingeführt.

Die Schläuche sind dabei mit einem mit sterilem Wasser gefüllten Ballon neben der Blase und einer Pumpe im Hodensack verbunden. In einem geschlossenen Kreislauf arbeitet das System. Durch einfachen Druck auf die Pumpe lassen sich die Schläuche aufpumpen – es entsteht eine Erektion. Damit der Penis wieder schlaff wird, drückt man auf einen Entleerungsknopf. In der Mitteilung wird betont, dass das Prothesen-System im Körper verborgen sei. 

Seit Juli 2025 wird die Penis-Prothese von der Krankenkasse übernommen. Das Implantat ist auch für Personen verfügbar, die sich einer Geschlechtsangleichung von Frau zu Mann unterziehen.

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