Dieses Video veröffentlichte der Ladenbesitzer
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Nach Cognac-Diebstahl:Dieses Video veröffentlichte der Ladenbesitzer

Überwachungsvideo sorgt nach Cognac-Diebstahl in Olten für Wirbel
«Vielleicht kennt die ja jemand»

Ein Diebstahl in einem Genussmittelgeschäft in Olten SO sorgt für Aufregung: Zwei Männer stehlen eine Flasche Cognac. Ein Überwachungsvideo mit den Tätern verbreitete sich auf Instagram – und löste Diskussionen aus.
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Hier nimmt einer der Männer die Flasche.
Foto: Screenshot Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zwei Männer stehlen Cognac-Flasche im Wert von 400 bis 600 Franken in Olten
  • Überwachungsvideo auf Instagram fast 5000 Aufrufe, Täter bisher unbekannt
  • Kantonspolizei warnt vor rechtlich problematischer Veröffentlichung von Täterbildern
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Janine EnderliRedaktorin News

Ein Genussmittelgeschäft in Olten SO wurde Opfer eines dreisten Diebstahls. Zwei Männer besuchten den Laden, verwickelten den Inhaber in ein Gespräch und liessen anschliessend eine Cognac-Flasche mitgehen.

Das Geschäft veröffentlichte dazu einen Instagram-Post mit einem Überwachungsvideo, das den Diebstahl und die mutmasslichen Täter zeigt. Bis am Donnerstagmorgen erzielte der Clip bereits fast 5000 Aufrufe. 

Flasche kostet zwischen 400 und 600 Franken

«Soeben hatten wir einen Diebstahl. Vielleicht kennt die ja jemand. Das Auto hatte ein deutsches Kennzeichen. Gestohlen wurde ein Delamain Cognac 1973», heisst es in dem Post. Eine solche Flasche kostet zwischen 400 und 600 Franken.

Das Video zeigt den Inhaber, wie er die beiden Kunden berät. Sie sprechen Englisch miteinander und schauen sich die Spirituosen genau an. «This is Scotch? Can I see it, please?» (Auf Deutsch: «Ist das Scotch? Kann ich das anschauen, bitte?»), fragt der eine Kunde mit lauter Stimme. Während der Inhaber dem Mann die Flasche zeigt, steckt sich sein Kollege eine andere Flasche hinten unters Hemd und in die Hose. Schliesslich läuft er Richtung Ausgang. 

«Ich werde ungern bestohlen, egal von wem»

Beim Geschäftsführer sorgen die Diskussionen in den Kommentaren für Verwunderung. Er stellt in einem weiteren Instagram-Post klar: Es gehe rein darum, das Bewusstsein für solche Taten zu schärfen – mehr nicht. 

Zuvor waren unter dem ursprünglichen Beitrag zahlreiche Kommentare erschienen, in denen über die mutmasslichen Täter und deren Herkunft spekuliert wird. Einige Nutzer verwenden dabei Aussagen wie «immer dieselben» oder «die üblichen Verdächtigen». Andere kritisierten diese Kommentare im Gegenzug deutlich.

Der Inhaber des Geschäfts distanziert sich von diesen Äusserungen. «Wie jemand aussieht, woher jemand kommt oder welche Sprache er oder sie spricht, interessiert mich nicht und ist auch nicht von Bedeutung. Das sollte es auch nie sein. Dafür habe ich schon zu viele Diebstähle erlebt, und ich kann sagen: Den typischen Dieb gibt es nicht. Ich werde einfach ungern bestohlen, egal von wem.» Auf Anfrage möchte sich der Inhaber nicht weiter zum Vorfall äussern. 

Das sagt die Polizei

Die Kantonspolizei Solothurn bestätigt auf Blick-Anfrage, dass eine Strafanzeige eingegangen sei. Die Täterschaft konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Unterwegs waren sie mit einem dunkelblauen oder schwarzen Auto mit deutschen Kontrollschildern.

Die Polizei weist darauf hin, dass die Veröffentlichung von Bildern oder Videos mutmasslicher Täter auf sozialen Medien rechtlich problematisch sein kann. Sie könne datenschutzrechtliche Bestimmungen sowie das Persönlichkeitsrecht verletzen und strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Für die Strafverfolgung und die Sicherung von Beweisen seien die Strafverfolgungsbehörden zuständig. «Wir empfehlen, bei einem Diebstahl die Polizei einzuschalten. Diese wird im Rahmen der Beweissicherung allenfalls vorhandenes Bild- und Videomaterial sicherstellen und auswerten.»

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