Darum gehts
- Schüsse bei Aarauer Rave am Sonntag, eine Tote, mehrere Personen verletzt
- Angreifer feuerte von ausserhalb des Geländes, Evakuation Richtung Aare
- Etwa 60 Partygäste, Musik endete gegen 2 Uhr
Nico H.*, CEO der 360 Grad Security GmbH, arbeitet mit dem Veranstalter des Aarauer Rave seit Jahren zusammen. Auch an der Party von Samstag auf Sonntag waren seine Leute für die Sicherheit zuständig. Ab etwa 15 Uhr trafen die Besucher ein. Nico H. sagt zu Blick: «Wir haben alle kontrolliert. Es gab Bodychecks, Taschenkontrollen und so weiter. Es gab keine Waffen auf dem Partygelände.»
Er selbst besuchte den Aarauer Rave gegen 1 Uhr und war rund eine halbe Stunde vor Ort. H. sagt: «Langsam neigte sich die Party zu Ende, es waren vielleicht noch insgesamt rund 60 Leute vor Ort.» Die Musik wurde laut H. etwa gegen 2 Uhr abgestellt, teils begannen schon die Abräumarbeiten.
«Der Abend verlief bis dahin sehr friedlich»
Dann plötzlich hätten seine Leute Schüsse gehört, Anwesende wurden getroffen. «Die Schüsse kamen von draussen, von ausserhalb des Partygeländes. Sie kamen immer näher ran», sagt Nico H. «Meine Leute haben sofort reagiert. Sie haben in entgegengesetzter Richtung – also Richtung Aare – die Notausgänge geöffnet und die Anwesenden evakuiert. Einen Verletzten mussten sie regelrecht nach draussen pushen, weil er in Schockstarre einfach nur noch dastand.»
Laut H. informierte sein Einsatzleiter die Polizei. Auch er selbst sei praktisch sofort informiert worden. «Der ganze Vorfall nimmt uns alle mit. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien», so Nico H.
Was H. noch festhalten möchte: «Der Abend verlief bis dahin sehr friedlich, meine Leute mussten niemanden rausschmeissen. Es gab keinen Besucher, der auf Ärger aus war.»
Wer die Täter waren und wie viele geschossen haben, hätten seine Leute nicht erkennen können. «Es war dunkel, es ging alles sehr schnell. Meine Leute wollten Leben retten. Sie haben ihr Bestmögliches getan.»
* Name bekannt