Darum gehts
- Mindestens ein Todesopfer und Verletzte nach Schüssen beim Aarauer Rave
- DJ Tekibo verlor eine Freundin und zieht sich vorerst zurück
- Über 1000 Besucher feierten bis zu den tragischen Vorfällen
Mindestens ein Todesopfer, mehrere Leicht- bis Schwerverletzte: Das ist die derzeitige Bilanz des Aarauer Rave, der so friedlich begann. «Es war ein super Rave, mega Stimmung, tolle Leute, super Vibes», erklärt DJ Sam Madi gegenüber Blick. Nach seinem Set – er spielte von 20 bis 21 Uhr – mischte er sich noch etwas unters Partyvolk und genoss die Zeit mit seinen Freunden.
Um rund 1 Uhr begab er sich dann auf den Nachhauseweg, weil er den Sonntag mit seinem Sohn verbringen wollte. «Dank meines Sohnes bin ich beizeiten nach Hause, ansonsten wäre ich noch geblieben», so Madi. Von den um 2.30 Uhr abgefeuerten Schüssen habe er erst am Morgen erfahren. «Das macht mich megatraurig. Ich hoffe, dass es allen meinen Freunden gut geht – ich habe noch nicht alle erreicht.» Vom Todesfall der jungen Frau erfährt Madi erst im Telefonat mit Blick und zeigt sich schockiert.
«Grösster Albtraum»
Auf Instagram melden sich auch die anderen DJs des Events zu Wort. «Was gestern Abend in Aarau passiert ist, war der schlimmste Albtraum aller Zeiten. Gleich nach unserem Auftritt ist das alles passiert, und mir fehlen die Worte – diese Minuten waren der reinste Horror», schreibt DJ Pencil. «Meine Gedanken sind bei allen Opfern. Es bricht mir das Herz, dass wir einen geliebten Menschen verloren haben; ich werde dieses Lächeln niemals vergessen. Ich sende all meine Liebe und meine ganze Kraft an alle, die das verarbeiten müssen. Passt auf euch auf.»
Avio vom Basler DJ Duo Moodos beruhigt auf Instagram seine Fans, erklärt, ihm sowie Leo gehe es gut, da sie früher nach Hause gegangen seien. Avio zeigt sich schockiert und hofft, dass sich die Verletzten gut erholen werden.
Auch der Schweizer DJ Tekibo beruhigt seine Fans in den sozialen Netzwerken und meint, er sei okay. Das Geschehene bezeichnet er als «herzerreissend» und als «etwas, das in unserer Szene niemals passieren darf!». Techno und Raves «sollen ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein». Tekibo hat bei der Veranstaltung eine «wichtige Freundin» verloren und braucht nun Zeit, um die Situation zu verarbeiten. Dafür werde er sich eine Weile zurückziehen.