Hier versucht sich das Fuchsjunge zu retten
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Gleich neben Zuggleis:Hier versucht sich das Fuchsjunge zu retten

Drama an Aargauer Bahnhof
Wildhüter rettet hilfloses Fuchsbaby von den Gleisen

Ein Fuchsbaby fiel aus dem Bau. Und nicht nur das: Es lag neben den Gleisen am Bahnhof Rheinfelden. Wildhüter Boris Brunner wurde gerufen, um das Kleine zu retten.
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Der Wildhüter Boris Brunner war froh, als das Fuchsbaby wieder zurück im Bau war.
Foto: Boris Brunner z.V.g

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Fuchsbaby wurde Mittwochabend am Bahnhof Rheinfelden AG gerettet
  • Der Bau lag vier Meter hoch an einer steilen Mauer
  • Das Tier war 4-6 Wochen alt und unverletzt nach Sturz
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Es schreit jämmerlich um Hilfe. Immer wieder. Und reckt sein kleines Köpfchen in Richtung seiner Mama. Die Szenen, die Wildhüter Boris Brunner am Mittwochabend beobachtet, sind herzzerreissend. Er wurde zu einem Einsatz an den Bahnhof Rheinfelden AG gerufen.

Ein Pendler hatte den hilflosen Welpen nahe der Gleise entdeckt. «Das Junge, das zirka 4-6 Wochen alt ist und bereits geöffnete Augen hat, war vermutlich mit seinen Geschwistern auf einem ersten Ausflug», sagt Brunner zu Blick.

Auf dem Rückweg in den Bau fiel es über eine Mauer. Durch den Sturz zog es sich zum Glück keine Verletzungen zu – aber einmal unten, fand es keinen Weg zurück. 

Von zwei SBB-Mitarbeitern begleitet

Der Bau von Familie Fuchs liegt ungefähr auf vier Meter Höhe in der fast senkrechten Mauer. Laut Brunner ein eher ungewöhnlicher Platz: «Die Lärmkulisse ist hoch, aber vermutlich bietet der Ort genau deshalb viel Schutz vor Menschen und anderen Tieren.»

Nachdem Brunner das Junge neben vorbeiziehenden Güterzügen am Bahnhof lokalisiert hatte, stellte sich die Frage, wie er zu ihm gelangen sollte. Denn auch ein Wildhüter ist nicht dazu befugt, die Gleise zu betreten.

Brunner musste daher vorerst bei der SBB um Verstärkung bitten. «Zwei SBB-Mitarbeiter aus der Interventionsgruppe begleiteten mich über die Gleise, falls es notwendig gewesen wäre, hätten sie diese auch absperren können.»

Im Zweifel nicht anfassen

Als sie das Fuchsbaby erreichten, erschrak dieses vor vermeintlichen Rettern. «Es verkroch sich unter dem ersten Tritt der Mauer», so der Wildhüter. Es dauerte einen Moment, konnte aber per Hand eingefangen werden.

Ganz wichtig dabei: Fuchsjunge dürfen laut Experte angefasst werden. Bei Rehkitzen oder Häschen ist das nicht der Fall. Diese werden danach von den Müttern abgelehnt. «Falls man auf ein Wildtier trifft, das Hilfe benötigt, sollte man es, wenn immer möglich, nicht anfassen», sagt Brunner. Stattdessen sollte die Polizei informiert werden, die wiederum den zuständigen Jagdaufseher aufbietet. 

«Aufwendige Rettung»

Für das Fuchsbaby endete das Abenteuer mit einem Happy End. Brunner stieg gemeinsam mit einem SBB-Mitarbeiter die steilen Stufen hoch und setzte es in der Nähe der wartenden Mutter ab. Danach kehrte Ruhe in den Fuchsbau ein.

Das Fazit des Wildhüters: «Die aufwendige Rettung war eine der interessantesten und lohnenswertesten Aufgaben, die ich bisher übernehmen durfte.»

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