Brandalarm am Kantiball in Baden AG
Schüler mussten evakuiert werden – Augenzeuge erlebt «pures Chaos»

Am diesjährigen Kantiball der Kantonsschule Baden kam es zu einem Brandalarm. Ein Schüler berichtete von dem «puren Chaos» und dem vorzeitigen Ende des Abends. Was Polizei und Rektor zu dem Vorfall sagen.
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Daniel Franz ist Rektor der Kantonsschule Baden und war während des Kantiballs vergangenen Samstag vor Ort.
Foto: Alex Spichale

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Kanti-Ball kam es gegen 0.30 Uhr zu einem Brandalarm
  • Feuerwehr wurde aufgeboten, Gebäude musste evakuiert werden
  • Für jeden Kantiball wird ein Sicherheitskonzept entwickelt
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Sie wollten feiern wie ihre Eltern. Der diesjährige Kantiball der Kantonsschule Baden im Kanton Aargau fand am vergangenen Samstag unter dem Motto «1980s – How my parents would have gone out» statt. Doch statt Dirty Dancing kam es plötzlich zum Ernstfall: Ein Brandalarm beendete die wilde Zeitreise vorzeitig und stürzte die Schüler in das, was ein Augenzeuge als «pures Chaos» beschrieb.

Der Schüler berichtete von einem mutmasslichen Brand und einer dramatischen Evakuierung. Laut ihm wurden Betrunkene hilflos durch die beiden Gebäude der Schule geschleppt und es hätte mehrere Versuche der Anwesenden gegeben, zurück ins Schulgebäude zu stürmen. Auch sollen die Schüler nach dem Vorfall noch eine Stunde lang gewartet haben, bis sie endlich ihre Jacken erhielten, um nach Hause zu gehen. Was sagen die Kantonspolizei Aargau und der Rektor der Schule zu dem Vorfall?

Feueralarm durch Nebelmaschine

Gegen 0.30 Uhr führte mutmasslich der Rauch aus den Nebelmaschinen dazu, dass zwei Feuermelder Alarm auslösten und sich daraufhin die Brandschutztüren schlossen. Die beiden Gebäude, die unterirdisch miteinander verbunden waren, wurden daraufhin evakuiert. «Innerhalb von fünf Minuten waren fast alle Leute draussen», teilt Daniel Franz, Rektor der Schule, mit. Komplett leer war es nach zehn Minuten, nachdem einige angetrunkene Schüler von den anwesenden Sicherheitsdienstmitarbeitern hinausbegleitet werden mussten. Grossteils hätten sich die Schüler aber sehr vernünftig verhalten. 

Auch die Kantonspolizei Aargau bestätigt, dass es sich bei dem Einsatz nur um einen Fehlalarm handelte. Die Feuerwehr wurde vorschriftsmässig aufgeboten, konnte aber nach Feststellung des Fehlalarms gleich wieder abziehen.

Nachdem kurz vor eins klar war, dass kein Feuer ausgebrochen ist, stellte sich die Frage, ob der Ball noch bis morgens um zwei weitergehen sollte oder ob er vorzeitig abgebrochen wird. Neben den Schülern waren aber auch einige Personen vor dem Eingang, die den Vorverkauf verpasst hatten und hofften, ohne Ticket am Event teilnehmen zu dürfen. Es wäre zu schwierig gewesen, nur diejenigen reinzulassen, welche bereits drin gewesen waren, daher entschloss man sich, den Abend zu beenden. Auch davon liessen sich lediglich ein paar stärker alkoholisierte Schüler nicht sofort überzeugen. Von Versuchen, das Gebäude zu stürmen, weiss der Rektor nichts.

Spezielles Sicherheitskonzept für jeden Kantiball

Die nächste Schwierigkeit zeigte sich bei den Jacken, die während der Räumung zurückgelassen werden mussten. «Die Schüler durften nicht mehr rein, daher entschlossen wir uns, die Garderobe rauszubringen». Das dauerte seine Zeit. Damit die Schüler dabei nicht frieren mussten, wurde die Sporthalle nebenan geöffnet. «Ich habe die eine oder andere Reklamation von Eltern erhalten, weil eine teure Jacke gestohlen wurde», so Franz. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Schule bereits im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass die Garderobe unbetreut sein werde. 

Laut Daniel Franz gibt es bei jedem Kantiball ein eigenes Sicherheitskonzept. Er könne sich nicht daran erinnern, dass sie in den vergangenen zehn Jahren einen Fall einer Evakuierung gehabt hätten. Sein Fazit: «Ein gewisses Chaos ist normal, aber wenn ich als Schulleiter darauf schaue, wie schnell die Leute draussen waren, finde ich, es hat gut geklappt». Es werde aber auch noch ein Briefing geben und einen Austausch mit der Feuerwehr. «Wenn sie uns noch zusätzliche Inputs für das Sicherheitskonzept geben, werden wir diese gerne bei uns aufnehmen».

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