Flüssigkeit ist essenziell
So werden Brandopfer von Crans-Montana medizinisch gepflegt

Über 30 Brandopfer der Tragödie von Crans-Montana werden aktuell in mehreren Spitälern in der Schweiz gepflegt. Bei ihrer Behandlung ist neben der Flüssigkeitszufuhr ist auch die Sicherstellung der Vitalfunktionen wichtig.
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Über 100 Menschen wurden beim Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana verletzt.
Foto: AP

Darum gehts

  • In Crans-Montana erlitten Verbrennungsopfer Silvesternacht schwere Verletzungen, Behandlung intensiv erforderlich
  • Flüssigkeitszufuhr ist überlebenswichtig und erfolgt sofort per Infusion
  • Verbandswechsel erfordert Vollnarkose, mehrere Wochen Spitalaufenthalt notwendig
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Bei schweren Verbrennungsopfern wie beim Brand in einer Bar in Crans-Montana VS in der Silvesternacht stellen Rettungskräfte in einem ersten Schritt sicher, dass die Vitalfunktionen eines Verletzten gewährleistet sind. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hat für das Überleben eines Verletzten grosse Bedeutung.

Das Sicherstellen der Vitalfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Bewusstsein hat bei Verbrennungsopfern laut Medizinern des Universitätsspitals Zürich erste Priorität. Gerade bei Brandkatastrophen mit Explosionen ist es auch möglich, dass Menschen nicht nur Verbrennungen, sondern auch andere, nicht unbedingt offensichtliche Verletzungen, etwa durch herumfliegende Gegenstände, erlitten haben.

Flüssigkeit ist überlebensnotwendig

Ebenfalls überlebensnotwendig ist, dass Patientinnen und Patienten unmittelbar nach einer schweren Verbrennung mit Flüssigkeit versorgt werden. «Der Flüssigkeitsbedarf von Verbrennungsopfern ist sehr gross. Verletzte von Bränden werden, falls möglich, immer unmittelbar mit Infusionen versorgt», sagte Marcel Schlatter, Sprecher des Universitätsspitals Zürich, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage.

Anschliessend müssten die Wunden gereinigt und sterilisiert werden, da von Brandverletzungen eine hohe Infektionsgefahr ausgehe. Dies passiert mit speziellen Desinfektionsmitteln, Salben und Verbänden sowie in isolierten Zimmern.

Herausfordernde Pflege

Eine Schwierigkeit bei der Pflege von Brandopfern ist der hohe personelle und zeitliche Aufwand. «Für den Verbandswechsel bei einem schweren Verbrennungsopfer braucht es eine Vollnarkose und ein ganzes Team steht dafür im Einsatz», so Schlatter.

Eine weitere Herausforderung ist die lange Pflege von Patientinnen und Patientinnen mit Brandverletzungen. Bei schweren Verbrennungsopfern wird meistens sowohl patienteneigene wie auch künstliche Haut verpflanzt. Sie bleiben in der Regel mehrere Wochen oder Monate im Spital.

Deshalb kommt bereits der Verteilung der Patientinnen und Patienten auf die spezialisierten Zentren für Verbrennungsopfer an den Universitätsspitälern Zürich und Lausanne sowie den anderen Spitälern grosse Bedeutung zu.

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