Chronologie des Inferno-Horrors
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Chronologie der Inferno-Nacht:In diesem Moment fängt die Decke Feuer

Ein Fall von Sippenhaft?
Moretti-Sohn muss Privatschule verlassen

Kinder können nichts für die Handlungen ihrer Eltern. Trotzdem musste der Sohn von Jacques und Jessica Moretti die Privatschule Le Régent in Crans-Montana verlassen. Das finden nicht alle richtig.
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Die Privatschule Le Régent in Crans-Montana ist ein teures Pflaster. Der Sohn der Morettis besuchte hier die Vorschule.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Privatschule Le Régent in Crans-Montana kostet bis zu 120’000 Fr. jährlich
  • Moretti-Sohn darf wegen Kritik von Eltern Vorschule im Le Régent nicht mehr besuchen
  • Das Kind besucht nun öffentliche Schule in Lens, derNachbargemeinde von Crans-Montana
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Le Régent International School in Crans-Montana VS gilt als renommierte Privatschule. Wer seine Kinder in dieses Internat schickt, muss 75’000 bis 120’000 Franken pro Jahr bezahlen. Vor allem Briten machen davon Gebrauch. Für die Einheimischen gibt es ebenfalls Angebote, etwa eine Vorschule. 

Der Schulleiter des Le Régent heisst Bernd Westermeyer. Er war zuvor in Salem (D) tätig – an einem Elite-Internat, das Königin Sofia von Spanien (87) ebenso besuchte wie der Schweizer Autor Christian Kracht (59).

Die Schulleitung schweigt

Seit der Silvesternacht in Crans-Montana mit 41 Toten und mehr als 100 Verletzten ringt Schulleiter Westermeyer um einen angemessenen Umgang mit der Katastrophe. Nun zeigen Blick-Recherchen: Der vierjährige Sohn der Clubbetreiber Jacques (49) und Jessica Moretti (40) darf die Vorschule im Le Régent nicht mehr besuchen.

Die Gründe für seinen Rausschmiss sind unklar. In Crans-Montana ist zu hören, Eltern hätten Druck gemacht: Es sei untragbar, dass die Morettis Schulgeld zahlten, die Opfer aber finanziell im Stich liessen. Die Schulleitung wiederum schweigt. In einer knappen Stellungnahme teilt Westermeyer lediglich mit, er werde «unter den gegebenen Umständen keine internen Informationen teilen». 

Moretti-Sohn geht nun in Lens in die Vorschule

Kritiker sehen in der Entscheidung der Schulleitung eine Form von Sippenhaft. Ein Kind könne nichts für die Verfehlungen seiner Eltern. Und: Gerade in der belastenden Extremsituation wäre Kontinuität für das Kind pädagogisch sinnvoll.

Die Morettis wollen sich zu diesem Vorgang nicht äussern. Aus dem Umfeld der Familie ist zu hören, man habe mit der öffentlichen Schule in Lens VS eine gute Lösung gefunden. Anders als bei der Privatschule werde hier die Fürsorgepflicht grossgeschrieben. Lens ist eine Nachbargemeinde von Crans-Montana, in der die Morettis wohnen.

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