Freitagsmärit in Grenchen nach Sturm verwüstet
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Heftige Unwetter:Freitagsmärit in Grenchen nach Sturm verwüstet

Dorffest in Grenchen SO durch Unwetter zerstört, Hagelalarm auf der Autobahn A1 in Seuzach ZH
«Das ist ein Desaster»

In Grenchen SO litt das Dorffest unter den heftigen Unwettern – der Start muss nun verschoben werden. Das Karussell ist futsch, der finanzielle Schaden hoch. Autofahrer Christopher Thyrissa berichtet von gefährlichen Hagelkörnern auf der Autobahn A1.
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Das Grenchner Stadtfest ist übel in Mitleidenschaft gezogen worden.
Foto: Devin Schuerch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Superzelle richtet in Grenchen SO Zerstörung an: Schäden an Festgelände, Karussell komplett zerstört
  • Festbeginn verschoben: Materielle Schäden, Einnahmeverlust durch verspäteten Start am Samstag
  • Bis zu 5 Zentimeter grosse Hagelkörner: Autobahnschäden, zahlreiche Fahrzeuge betroffen, Einsatzkräfte gefordert

Hagel, Orkanböen, dunkle Wolken – grosse Teile der Schweiz werden am Freitagmorgen von einer Superzelle heimgesucht. Diese hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Besonders betroffen: Grenchen SO. In der Gemeinde stand schon alles bereit für das Stadtfest am Wochenende.

«Ich hatte eine Sitzung mit der Gemeinderatskommission, als es nachtschwarz wurde und überall eingeprasselt hat», berichtet Patrick Crausaz (60), Vize-Stadtpräsident von Grenchen und OK-Mitglied des Fests gegenüber Blick. «Mir war klar, dass wir am Vorabend noch das Fest hier aufgebaut haben.»

Karussell erleidet Totalschaden

Sobald es sicher war, wieder rauszugehen, begab sich Crausaz zum Festgelände. «Ich bin gleich hierhergekommen, um mir ein Bild davon zu machen – es war kein schönes Bild.» Zelte waren verschoben, verbogen und einige waren gar ganz weggeweht worden. Viele Stände waren zerstört. Am schlimmsten wurde das Karussell in Mitleidenschaft gezogen. Laut Crausaz hat es einen Totalschaden erlitten.

Das ist nicht nur für die kleineren Gäste schlimm – auch der Betreiber ist schwer betroffen. «Das ist ein Desaster und tut mir sehr leid», so Crausaz. Es habe das ganze Karussell quasi aus den Angeln gehoben. Alles sei zerfetzt und zusammengebrochen. «Es ist traurig», sagt Crausaz. «Es ist sehr bedauerlich, dass wir jetzt keine Kinderattraktion mehr haben.» Der Karussell-Betreiber selbst wollte sich gegenüber Blick nicht äussern.

«Der Hammer obendrauf»

Die Aufräumarbeiten verschieben den Festbeginn nun um einen Tag. Anstelle des geplanten Starts am Freitag kann das Fest erst am Samstag seine Tore öffnen. «Die Einbussen werden auch für das Fest hoch sein. Der Freitag war immer ein sehr einnahmenstarker Tag», sagt Crausaz. «Das ist natürlich noch der Hammer obendrauf, neben den materiellen Schäden, die man hat, werden auch die finanziellen Schäden zu diskutieren geben.»

Die Stadtbetriebe stehen in Grenchen derzeit im Dauereinsatz. Trotz des Geschehenen will man sich die Freude aber nicht nehmen lassen. «Wir sind sehr optimistisch, einerseits spielt uns das Wetter am Samstag und Sonntag in die Karten, und auf der anderen Seite ist die Solidarität, die man hier sieht, enorm. Ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam packen.»

«So etwas habe ich noch nie erlebt»

Auch Christopher Thyrissa (38), der zum Zeitpunkt des Unwetters im Auto auf der A1 unterwegs war, lässt sich trotz Hagelschäden den Optimismus nicht nehmen. «Ich war auf der Autobahn unterwegs, als ich die ersten Hagelkörner abbekommen habe», erzählt er gegenüber Blick in Seuzach ZH.

Es reichte ihm bis zu einer Ampel – dann kam es zum Schaden. «Dort schlug es mir dann die Frontscheibe ein. Ich bin dann aber zum Glück noch rechtzeitig unter eine Brücke gekommen», erklärt der Deutsche. Dort konnte er ausharren bis das Schlimmste vorbei war. Nichtsdestotrotz ist der Schaden angerichtet.

«Das waren fünf Zentimeter grosse Hagelkörner, die lauter Einschläge verursacht haben. Ich habe noch ein Panoramadach, das hat auch nochmals ziemliche Einschläge davongetragen», so Thyrissa.

Weiterfahren war Fehlanzeige. Sein Auto wurde abgeschleppt. «Schauen wir mal, was der Tag noch bringt», schmunzelt er. Klar ist für ihn jedoch: «So etwas habe ich in der Art noch nie erlebt.»

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