Darum gehts
- Restaurant aus Müswangen LU gewinnt den Wildteller-«Blick Check»
- 15'000 Blick-Leserinnen und -Leser haben abgestimmt
- Wirtepaar führt das Sieger-Restaurant bereits in dritter Generation
Der Entscheid ist gefallen! Moderator Reto Scherrer war für «Blick Check» auf der Suche nach dem besten Wildteller der Schweiz – und wurde fündig.
Die Blick-Community hat mit 15'000 Stimmen fleissig mitentschieden und aus 600 nominierten Restaurants den Sieger erkoren.
Das Geheimnis der Sieger
Gewinner ist der Landgasthof Linde in Müswangen LU. «Wir können es gar nicht fassen», sagen Fabienne (46) und Stefan Jung-Koch (43), als Reto Scherrer sie mit der Siegerplakette überrascht. «Diese Auszeichnung ist eine riesige Anerkennung für uns und unser Team, das jeden Tag sein Bestes gibt. Wir sind unglaublich dankbar!»
Ihr Geheimrezept? «Ein konstantes Team – in der Küche wie auch im Service», so das Wirtepaar. Fast alle Mitarbeiter seien seit mindestens fünf Jahren dabei, einige sogar seit zehn Jahren. «Durch das familiäre Flair haben wir einen starken Teamzusammenhalt», sagt Fabienne Jung-Koch.
Die 46-jährige Müswangerin ist bereits in einer Gastrofamilie aufgewachsen. Die Beiz ist seit rund 56 Jahren im Besitz der Familie Koch. Zuerst wirtete Fabiennes Grossvater, danach übernahmen Vater Toni Koch (74) und dessen Partnerin Heidi Steinmann (63). Fabienne und ihr Mann Stefan sind nun die dritte Generation.
Toni Koch und Heidi Steinmann trinken gerade Kaffee am Stammtisch, als Reto Scherrer die Siegesnachricht überbringt. «Wir sind sehr stolz», sagt Toni Koch zu Blick. In den 36 Jahren, in denen er selbst wirtete, habe er den Fokus nie auf Wildspeisen gelegt. Das sei erst seit der Übernahme durch seine Tochter und seinen Schwiegersohn so.
Späte Ausbildung zum Koch
Ums Wildfleisch, das von den Jägern direkt aus der Umgebung ins Restaurant geliefert wird, kümmert sich der Wirt Stefan Jung-Koch persönlich. Der gelernte Zimmermann entschied sich erst nach der Übernahme des Restaurants, seinen Handwerkerjob an den Nagel zu hängen und sich stattdessen zum Koch ausbilden zu lassen. Im Alter von 38 Jahren drückte er gemeinsam mit jugendlichen Lernenden zwei Jahre die Schulbank – und lernte parallel tagtäglich im Restaurant dazu. «Es war eine strenge Zeit», sagt er.
Mittlerweile ist die Gastronomie die Leidenschaft der ganzen Familie. Auch ihre beiden Töchter (16 und 18) seien bereits in der Branche tätig. «Früher sagten wir immer: Entweder wir haben mal eine Familie, oder wir wirten – heute haben wir beides», erzählt Fabienne Jung-Koch mit einem Lächeln.
Feiern mit der Stubete Gäng
Dass sie nun die Auszeichnung für den besten Wildteller in den Händen halten, macht das Paar sprachlos. Doch zum Feiern bleibt dem Linde-Team nicht viel Zeit. «Das Restaurant ist immer voll. Wir sind bereits bis Ende November ausgebucht», so das Wirtepaar.
Am Sonntagabend wollen sie nach Restaurantschluss aber gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden auf den Sieg anstossen. Ausserdem werden sie im Dezember noch zu zweit am Konzert der Stubete Gäng in Sursee LU feiern.
Die zwei Bandmitglieder Aurel und Moritz Hassler reisten Anfang Oktober zusammen mit Blick-Moderator Reto Scherrer nach Müswangen, um ihn beim Wildteller-Test zu unterstützen. Das Essen in der Linde überzeugte die Brüder dabei derart, dass sie das Wirtepaar kurzerhand zu ihrem Konzert einluden.
Die bodenständige Wildküche, das zarte Fleisch und die feinen Beilagen bewertete Scherrer damals mit 15 von total 18 Punkten. Die Stubete Gäng stimmte ihm zu. Einziger Streitpunkt: das Thema Sauce. Während Blick-Scherrer die Sauce auf dem Teller etwas zu dominant fand, hätte Moritz Hassler gern noch etwas mehr davon gehabt.
Genau das habe sich nun in der Restaurantküche verewigt. «Bei Saucen-Nachbestellungen sagen wir seither immer: ‹Reto, chani no chli Sauce ha?›», scherzt Stefan Jung-Koch. Damit werde Scherrer ihnen noch viele Jahre in Erinnerung bleiben. Wirtin Fabienne fügt mit einem Augenzwinkern an: «Das wäre auch ein guter Liedtext für einen neuen Stubete-Gäng-Song.»
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