Darum gehts
- Restaurant Moosalp im Wallis gewinnt «Blick Check» als beste Deutschschweizer Bergbeiz
- Über 15'000 Stimmen, 250 Stimmen Vorsprung, 22 von 24 Punkten erhalten
- Saisonale Besucherzahl: Rund 60'000, Cremeschnitte sogar bis nach Dubai geliefert
Die Blick-Leserinnen und -Leser haben entschieden: Die beste Bergbeiz der Deutschschweiz steht im Wallis in der Gemeinde Törbel. Das Restaurant Moosalp gewinnt den «Blick Check». Im Finale der Abstimmung setzt sich die Walliser Bergbeiz gegen die Konkurrenz durch – und die war gross.
Über 550 Bergbeizen wurden von der Blick-Community nominiert. Insgesamt gingen über 15'000 Votes ein. Am Ende entschied ein Vorsprung von rund 250 Stimmen über den Sieg.
Auch Moderator Reto Scherrer (50) kommt zum gleichen Schluss. Gemeinsam mit Musiker Marc Trauffer (47) beurteilte er die vier Finalisten-Beizen nach Aussicht, Ambiente, Kulinarik und Gesamterlebnis – und vergab an die Walliser Beiz 22 von 24 möglichen Punkten. Damit landet das Restaurant Moosalp auch in seinem persönlichen Ranking auf Platz eins.
«Dank des Teams und der Familie»
Die Freude über die Auszeichnung ist bei Betreiber Amedé Kalbermatten (60) und Sohn Jeremy (28) riesig. Wie sein Vater hilft auch Jeremy schon seit seiner Kindheit auf der Moosalp mit.
«Das ist schön – fantastisch!», sagt Amedé Kalbermatten. Er freut sich über die Auszeichnung, vergisst aber nicht, wem er den Erfolg zu verdanken hat. «Das ist nur möglich dank der Mitarbeiter und der Familie», so der Walliser. Auch sein mehr als 20-köpfiges Team kommt zum Feiern auf die Terrasse.
Den Preis widmet er seiner Frau Carmen, die letztes Jahr an einer Krankheit verstorben ist. «Sie hat sehr viel mit mir zusammen aufgebaut. Ohne sie wären wir nie so weit gekommen.» Kalbermatten ist überzeugt, dass seine Frau stolz auf den Sieg des Restaurants Moosalp im «Blick Check» gewesen wäre.
Dankbar ist der Wirt auch seinen Gästen. «Hier sitzen Bauern und Millionäre an einem Tisch. Jeder soll zufrieden sein, wenn er hier ist.»
Cremeschnitte bis nach Dubai
Von der Terrasse schweift der Blick über mehrere Walliser Viertausender – am besten bei einer Cremeschnitte. Genau die hat der Bergbeiz weit über die Kantonsgrenzen hinaus einen Namen gemacht.
«Wenn du in Zürich zehn Menschen fragst, wo es die beste Cremeschnitte gibt, erwähnt mindestens jemand die Moosalp», sagt Sohn Jeremy. Die Spezialität lockt nicht nur Gäste aus anderen Kantonen oder dem Ausland an. Sie hat es sogar selbst über die Landesgrenzen geschafft.
Kalbermatten erzählt, dass er schon Orte beliefert hat, an denen man eine Cremeschnitte aus dem Wallis eher weniger vermuten würde. «Einmal haben wir für einen Stammkunden Cremeschnitten nach Dubai geliefert.»
Was man bei einer Bergbeiz kaum erwarten würde: Wer es besonders exklusiv mag, kann sich eine spezielle Variante der Cremeschnitte für rund 250 Franken gönnen. Dazu gibt es ein echtes Goldnugget – der Preis richtet sich nach dem aktuellen Goldkurs.
«Mache so lange weiter, wie ich kann»
Die Geschichte der Moosalp reicht Jahrzehnte zurück. «Mein Vater hat das Restaurant 1964 hier oben aufgebaut», erzählt Kalbermatten. Selbst mit über 80 Jahren habe er noch tatkräftig im Betrieb mitgeholfen.
Heute zählt die Bergbeiz rund 60'000 Gäste pro Saison, viele davon Stammkunden. Das Restaurant liegt 2048 Meter über Meer und ist über das ganze Jahr von Törbel aus mit dem Auto erreichbar. Im Sommer kann man auch mit dem Postauto anreisen.
Die Beiz ist im Sommer besonders bei Wanderern beliebt. Im Winter hingegen kommen auch viele Skifahrer vorbei.
Ans Aufhören denkt Kalbermatten trotz seiner 60 Jahre noch nicht. «Ich mache so lange weiter, wie ich kann und es mir Spass macht.» Schritt für Schritt will er sich zwar zurückziehen – irgendwann soll Sohn Jeremy den Familienbetrieb übernehmen.
Auch beim «Blick Check» geht es weiter: Unter dem Motto «Von der Leserschaft gewählt – von Blick geprüft» werden auch in Zukunft Schweizer Produkte unter die Lupe genommen.