Hier sind die Diebe in der Garage des Luxus-BMW
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Überwachungsvideo zeigt:Hier sind die Diebe in der Garage des Luxus-BMW

Dreister Einbruch in Autowerkstatt von Yannic Allemann in Niederbipp BE
Vermummte klauen BMW M5 – dann posieren sie mit dem GPS-Sender

In der Nacht auf Mittwoch schlagen zwei Vermummte bei einer Autogarage in Niederbipp BE zu und klauen einen Sportwagen der Marke BMW. Das Luxusauto wird über die Grenze nach Frankreich gebracht – dann verliert sich die Spur. Die Kantonspolizei ermittelt bereits.
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Diesen BMW M5 Competition klauten die dreisten Langfinger aus der Autogarage in Niederbipp BE.
Foto: Screenshot Autoscout

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Einbruch in Autowerkstatt in Niederbipp BE: Sport-BMW für 69'900 Franken gestohlen
  • Diebe entfernten GPS-Sender in der Nähe von Lyon (F), Auto bleibt verschwunden
  • Weitere Autodiebstähle in der Region gemeldet, Polizei ermittelt
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Diebesbanden, die in Schweizer Autogaragen einbrechen, teure Fahrzeuge stehlen und diese dann im Ausland verscherbeln, sind für Yannic Allemann (24) nichts Neues. Zur Genüge habe der gelernte Automechaniker von solchen Fällen aus der Branche gehört. «Wenn es aber einen selbst trifft, ist man schon erst mal geschockt», erzählt der Berner gegenüber Blick. Vor weniger als einem Jahr gründete er zusammen mit einem Freund die A&S Motors GmbH in Niederbipp BE, wo er sich um die Reparatur teurer Luxusautos kümmert. Jetzt wurde er Opfer eines Diebstahls.

In der Nacht auf den 5. August entwendeten zwei Personen einen Sport-BMW des Modells M5 Competition Drivelogic aus Allemanns Garage. Das Fahrzeug mit Baujahr 2020 steht nach wie vor für 69'900 Franken auf einschlägigen Plattformen zum Verkauf. Wie Allemann vom Autobauer BMW – der sämtliche moderne Fahrzeuge mittels GPS tracken kann – erfuhr, wurde das Auto danach über die französische Grenze gefahren. «Kurz vor Lyon entfernten die Diebe dann den GPS-Sender», so Allemann. Seither fehlt von dem schwarzen Sportwagen jede Spur. «Wahrscheinlich befindet er sich schon in irgendeinem Schiffscontainer auf See», mutmasst der Automech.

Polizei findet Video auf Telegram von geklautem Auto

Die Kantonspolizei Bern ermittelt bereits in dem Fall, wie eine Sprecherin gegenüber Blick bestätigt. Denn als er den Diebstahl bemerkte, habe er sofort die Behörden alarmiert, erzählt Allemann. Diese hätten ihn auch auf ein Video auf der Nachrichtenplattform Telegram aufmerksam gemacht, wo Personen mit besagtem Fahrzeug und entferntem GPS-Tracker posieren. Über die undurchsichtige Plattform rekrutieren anonyme Auftraggeber regelmässig junge Erwachsene für Autodiebstähle in der Schweiz – oft stammen die Jugendlichen aus Frankreich.

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Zugang zu Allemanns Werkstatt verschafften sich die dreisten Langfinger durch das Einschlagen der gläsernen Eingangstür. Auf den Videos der Überwachungskameras, die Blick vorliegen, ist zu sehen, wie die beiden vermummten Gestalten durch die Garage schleichen. Sogleich machen sie sich am in der Wand eingebauten Tresor zu schaffen, in dem Allemann die Autoschlüssel aufbewahrt.

Kein Einzelfall in der Region

«Die Polizei vermutet, dass sie ein spezielles Gerät zum Aufbrechen verwendet haben», erzählt der Garageninhaber. Einbruchspuren seien am Tresor nämlich keine zu erkennen. Dass die Diebe ausgerechnet den Schlüssel des BMW fanden, sei «ein unglücklicher Zufall» gewesen. Der Wagen war das einzige fahrtüchtige Auto in der Garage und sollte am nächsten Tag kontrolliert werden. Deshalb hatte Allemann den Schlüssel ausnahmsweise dort gelassen. Normalerweise nimmt er die Schlüssel der zum Verkauf stehenden Autos mit nach Hause.

Auf Anfrage erklärt die Kantonspolizei Bern, dass es in der Region jüngst zu ähnlichen Fällen gekommen sei: «Wir haben am 20. Juli gegen 07.30 Uhr die Meldung erhalten, dass es bei einer Autogarage in Wynau zu einem Einbruchdiebstahl gekommen sei», so die Sprecherin. Die Gemeinde liegt nur knapp 10 Kilometer Luftlinie von Niederbipp entfernt. Dabei sei ebenfalls «ein Auto von einer unbekannten Täterschaft entwendet» worden. «Zudem kam es in Port zu einem weiteren Fall», so die Sprecherin. Ob die Fälle zusammenhängen? Aufgrund der laufenden Ermittlungen gibt die Kantonspolizei dazu keine Auskunft.

Allemann hat den Schock mittlerweile verdaut. Untätig bleiben will der junge Mann aber nicht: «Wir werden jetzt punkto Alarmanlagen aufrüsten, dass uns das ja nicht noch einmal passiert.»

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