Darum gehts
- Die Polizei räumt das besetzte Klybeck-Areal in Basel
- Zwei Aktivisten flüchteten aufs Dach, Unterstützer organisierten Spontandemo mit 200 Personen
- Besitzerin Swiss Life will Gebäude abreissen
Vier Wochen lang besetzten Aktivisten das Basler Klybeck-Areal. Am Mittwochmorgen begann die Polizei mit der Räumung. Wie die «Basler Zeitung» berichtet, widersetzten sich zwei Besetzer und zogen sich aufs Dach des Gebäudes zurück. Dort harrten die beiden auch Stunden später noch aus.
Mit der Räumung ist auch das Kulturzentrum Zack am Ende, das Aktivisten aus der autonomen Szene im Klybeck aufgezogen hatten. Besitzerin Swiss Life will die drei Gebäude abreissen lassen.
Auf der Strasse vor dem Areal protestierten Unterstützer gegen den Polizeieinsatz. Am Abend formierte sich eine Spontandemo mit rund 200 Teilnehmern. Sie hinterliessen Sprayereien an zahlreichen Wänden entlang der Umzugsroute.
Polizisten in Kampfmontur hielten die Demonstranten mit einem Wasserwerfer in Schach, während diese versuchten, eine Strassensperre zu errichten. Ein Blick-Leser fotografierte ein Polizeiauto mit eingeschlagenen Scheiben und Scheinwerfern. «Die Gewaltbereitschaft ist schockierend», so der Leser. Die Aktivisten kündigten in den sozialen Medien «eine lange Nacht» an.
Swiss Life reichte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung ein.