Darum gehts
- Bienenschwarm belagerte Taxi am Bahnhof Liestal am Donnerstag
- Taxifahrerin sass 15 Minuten gefangen im Auto
- Insekten verschwanden danach bei Veloständern komplett
Sie stand am Donnerstag mit ihrem Taxi am Bahnhof in Liestal BL, als auf einmal ein Bienenschwarm angeflogen kam. «Das habe ich so noch nie gesehen», sagt die Leserreporterin zu Blick.
Die Insekten seien wie aus dem Nichts gekommen. «Sie waren überall. Auf dem Aussenspiegel, der Motorhaube.» Die Taxifahrerin hatte kurz Bedenken, ob die Tiere nicht doch ins Auto kommen könnten. «Ich war gefangen, habe mich nicht rausgetraut. Es war unheimlich.»
«Ich hatte keinen Honig im Kofferraum»
Auch andere Autos seien belagert worden. «Ich kann mir erklären, was sie wollten. Vielleicht haben die Bienen ja einen neuen Platz für ein Nest gesucht.»
Warum gerade ihr Auto so interessant für die Insekten war, weiss die Taxifahrerin aber nicht. «Ich hatte keinen Honig im Kofferraum», sagt sie und lacht. 15 Minuten habe die Bienen-Belagerung gedauert. Dann seien die Tiere auf einmal weitergezogen. «Erst zu den Veloständern, dann sind sie ganz verschwunden.» Und die Leserreporterin traute sich endlich wieder aus ihrem Auto. «Das war wirklich Wahnsinn.»
Schwärmende Bienen sind in der Regel friedlich
Dass Bienen im Frühling ausschwärmen, ist völlig normal. Wenn ein Volk seine maximale Grösse erreicht hat, gerät es in Schwarmstimmung. Die Bienen ziehen junge Königinnen nach und teilen das Volk auf, wie der Verband Bienen Schweiz schreibt. Auf der Suche nach einer neuen Heimat legen die Insekten oft mehrere Kilometer zurück.
Gefährlich ist das Spektakel für den Menschen im Normalfall nicht: Schwärmende Bienen sind in der Regel friedlich und wenig aggressiv. Wer einen solchen Schwarm entdeckt, sollte einen Imker rufen. Auf sich allein gestellt haben die Tiere in Wohngebieten kaum Überlebenschancen. Futtermangel und die gefährliche Varroamilbe führen oft dazu, dass sie den nächsten Winter nicht überleben.