Darum gehts
- Die Schweiz erlebt Rekordhitze mit bis zu 39 Grad am 27. Juni
- Basel-Binningen übertraf mit 39 Grad den bisherigen Rekord aus 2003
- 19 Messstationen meldeten Allzeit-Höchstwerte, Lugano verzeichnete 25,3 Grad nachts
Die Schweiz ächzt unter einer der heftigsten Hitzewellen der letzten Jahre. Während die Temperaturen im Norden am 29. Juni nach 12 quälend heissen Tagen endlich sanken, bleibt der Süden des Landes weiterhin unter einer Hitzeglocke gefangen. Laut Meteo News brachte diese Rekordhitze eine Vielzahl an neuen Höchsttemperaturen mit sich.
Am 27. Juni kletterten die Temperaturen an offiziellen Messstationen von Meteo Schweiz in Basel-Binningen und Beznau AG auf schwindelerregende 39 Grad. Dies markiert einen der heissesten Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Besonders betroffen waren die Nordwestschweiz und das angrenzende Mittelland, die sich als Zentrum der Hitze herauskristallisierten.
Allzeit-Höchstwerte aufgestellt
Zwar meldeten einige private Messstationen noch extremere Temperaturen, doch diese Werte wurden nicht offiziell anerkannt. Die Hitzewelle sprengte nicht nur Tagesrekorde, sondern stellte auch Allzeit-Höchstwerte auf. Insgesamt 19 Messstationen registrierten nie dagewesene Temperaturen.
In Basel-Binningen, wo Messungen seit 1897 dokumentiert werden, wurde der bisherige Rekord von 38,8 Grad aus dem Jahr 2003 am 27. Juni 2026 mit 39 Grad übertroffen. Auch Zürichberg und Neuenburg, mit Datenreihen bis ins 19. Jahrhundert, meldeten historische Höchstwerte.
Keine richtige Abkühlung in der Nacht
Was das Hitzeleiden noch verstärkte, waren die warmen Nächte. Sogenannte Tropennächte, in denen es nicht einmal zu später Stunde wirklich abkühlt. In Lugano TI sank die Temperatur in der Nacht von vergangenem Freitag auf Samstag nicht unter 25,3 Grad, was zusammen mit einem Rekord aus Meiringen von 2013 die wärmste Nacht in der Schweiz seit Messbeginn darstellt.
So siehst du unsere wichtigsten News, Hintergründe und Geschichten häufiger direkt in deinen Suchergebnissen.
So siehst du unsere wichtigsten News, Hintergründe und Geschichten häufiger direkt in deinen Suchergebnissen.
Die Auswirkungen dieser Hitze sind vielerorts spürbar. Menschen suchten Zuflucht in klimatisierten Räumen, während Landwirte mit den Folgen der Dürre kämpften. Gesundheitsexpertinnen und -experten warnen vor Dehydrierung und Hitzschlägen, besonders für ältere Menschen und Kinder ist die Gefahr gross.
Der Norden atmet auf, der Süden schwitzt weiter
Am Höhepunkt der Hitzewelle am Samstag wurde der bisherige Juni-Temperaturrekord von 36,9 Grad gleich an 21 Messstationen übertroffen. An zehn Stationen wurden sogar mehr als 38 Grad gemessen, berichtet Meteo News weiter.
Diese extremen Bedingungen sind nicht nur herausfordernd, sondern auch besorgniserregend. Die Schweiz wurde in den letzten Tagen buchstäblich zum Glutofen. Und während der Norden endlich aufatmen kann, bleibt der Süden weiterhin unter der sengenden Sonne gefangen.