Hier schiesst der Blob-Pilot 28,2 Meter in die Luft
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Neuer Weltrekord:Hier schiesst der Blob-Pilot 28,2 Meter in die Luft

28,2 Meter hoher Flug
Schweizer Blob-Team holt Weltrekord auf dem Urnersee

Am vergangenen Sonntag schrieb ein Schweizer Team in Brunnen SZ Blob-Geschichte. Mit einem sensationellen 28,2 Meter hohen Flug holten sie den Guinness-Weltrekord nach 14 Jahren zurück in die Schweiz. Nur knapp bevor ein Sturm den Blob aus dem Urnersee fegte.
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Kurz vor einem Sturm gelang es dem Schweizer Blob-Team, am Urnersee den Guinness-Weltrekord von 2012 zu knacken. Neu liegt der Rekord bei 28,2 Metern.
Foto: z.V.g. / Adrian Baumann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Brunnen SZ brach das Blob-Team mit Robin Steiner den Höhenrekord
  • Robin Steiner wurde 28,2 Meter hoch in die Luft katapultiert
  • Der Rekord von 2012 mit 22 Metern ging damals an Deutschland
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Auch wenn das sogenannte Blobbing im ersten Moment nicht nach Körperspannung, Präzision und Disziplin klingen mag, begeistert der verrückte Nischensport vor allem Freestyle-Klippenspringer und Adrenalin-Junkies. Wer sonst wäre mutig genug, auf einem aufgeblasenen Gummischlauch im Wasser darauf zu warten, in die Luft katapultiert zu werden? Oder aus schwindelerregender Höhe auf den besagten Gummischlauch zu springen?

Das Blob-Team mit Trampolin-Weltmeister Robin Steiner (21) traf sich dazu am vergangenen Sonntag in Brunnen SZ. Drei Springer sprangen perfekt synchron von einem 14-Meter-Turm auf den im Urnersee schwimmenden Blob – Pilot Robin schoss ganze 28,2 Meter nach oben. «Wir haben den Guinness-Weltrekord zurück nach Hause geholt», freut sich Organisator Adrian Baumann von Actionworld im Gespräch mit Blick. Zuletzt war der Titel 2011 in der Schweiz, bevor er im Jahr 2012 mit einem 22 Meter hohen Flug an Deutschland ging.

«Der 14-Meter-Sprung war eine einmalige Sache»

Das Erfolgsrezept von Baumanns Team: jahrelange Erfahrung und jede Menge Experimente. «Im Training testet man unter anderem, wie viel Luft in den Blob muss oder wie sich der Pilot am besten platziert», erklärt Baumann. Da es den Springern erlaubt ist, sich mit Extragewichten zu beladen, wurde zudem nach dem perfekten Gewicht gesucht.

Für den Rekordversuch gelten aber auch Einschränkungen wie etwa die Grösse des Luftkissens oder dass maximal drei Springer an den Start dürfen. Die Höhe des Turms? «Das ist eine Frage des Mutes», sagt Baumann, der beim ersten Weltrekord selbst mitgehüpft ist. Von 14 Metern springt man während des Trainings jedoch aus Sicherheitsgründen nicht. «Bei den Vorbereitungen steht die Technik im Vordergrund, dazu reichen auch 10 Meter.»

Es hätte alles am Wetter scheitern können

Für den grossen Sprung am Sonntagnachmittag wurde jedes Detail geplant, der Sprungturm aufgebaut, Messgeräte kalibriert. Auch der organisierte Notar stand für die Eintragung im Rekordbuch auf dem Platz. Dann der Schock: Jederzeit könnte eine näherkommende Unwetterfront alles zerstören.

«Es war superknapp», erzählt Baumann. «Etwa fünf Minuten nachdem unser Team aus dem Wasser gekommen war, fegte bereits ein Sturm über den Urnersee.» Der Blob war daraufhin weg, und auch das Zelt wurde vom Wind aus seinen Haken gerissen. Den Weltrekord hatten sie aber zum Glück bereits nach dem zweiten Versuch in der Tasche.

Suchst du auch nach Action?

Am Blobbing fasziniert laut Baumann vor allem der Nervenkitzel. «Du liegst dort komplett eingesunken im Kissen und hörst die Springer, die von drei herunterzählen. Dann passiert eine ewige Sekunde gar nichts und auf einmal fliegst du und versuchst, dich zu orientieren», erzählt der ehemalige Blobber aufgeregt. 

Am besten lässt sich das Ganze jedoch durch eine eigene Erfahrung erklären. Wer nach Action sucht, kann zum Beispiel am 29. und 30. August zum Villetten Fäscht nach Cham ZG kommen. Auch Laien werden vom Actionworld- und Paintballfarm-Team mit der nötigen Ausrüstung versorgt und dürfen sich als Pilot auf dem Blob versuchen.

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