Darum gehts
- In Zürich können bald rund 4000 neue Wohnungen entstehen
- Ortsbildschutz blockierte bisher auch genossenschaftliche und kleine Bauvorhaben
- Drei Viertel der Stadt betroffen, ab 1.November 2026 neue Regeln
In Zürich könnten bald rund 4000 Wohnungen gebaut werden. Diese standen schon lange in den Startlöchern, wurden jedoch blockiert, um das Ortsbild zu schützen. Nun hat der Bundesrat die Regeln gelockert und die Zürcher Bagger dürfen bald auffahren. Dies berichtet das SRF Regionaljournal Zürich-Schaffhausen.
Erleichterung für die Stadt
Der stellvertretende Direktor des Amts für Städtebau, Martin Schneider, sprach gegenüber dem Regionaljournal von einem wichtigen Durchbruch für die Stadt Zürich. In der Vergangenheit blockierte der Ortsbildschutz zahlreiche Bauvorhaben – darunter auch viele genossenschaftliche und preisgünstige Wohnungen. Diese benötige die Stadt dringend.
Der Schutz galt bisher nicht nur für historische Plätze und Gebäude, so Schneider, sondern betraf drei Viertel der Stadt. So konnten auch kleine Projekte wie Solaranlagen oder Tiefgaragen teilweise zu Streitfällen werden.
Bundesrat will Verdichtung beschleunigen
Der Bundesrat möchte mit der Lockerung einfachere und schnellere Planungs- und Bewilligungsverfahren ermöglichen. Damit will er auch dem stockenden Wohnungsbau und dem verdichteten Bauen einen Schub verleihen.
Ab dem 1. November 2026 können Baugesuche gemäss den neuen Regeln eingereicht werden. Ohne die bisherigen Einschränkungen hofft die Stadt, viele Projekte innerhalb eines halben bis ganzen Jahres bewilligen zu können.