Bund warnt
Wohnraum ist so knapp wie seit 10 Jahren nicht mehr

Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt ist angespannt – und bleibt es vorerst auch. Besonders für Wohnungssuchende mit tieferem Budget ist die Knappheit so ausgeprägt wie seit 10 Jahren nicht mehr. Das zeigt eine neue Studie des Bundes.
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Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Angebot auf Wohnungsmarkt ist so knapp wie seit 2014 nicht mehr
  • Mittelstand kämpft mit hohen Preisen, besonders in Städten und Bergregionen
  • Wohnungsbestand wächst langsamer als Nachfrage, Prognose für 2026 düster
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Patrick GerberRedaktor Politik

Wer eine Mietwohnung sucht, hat aktuell eher schlechte Karten. Der Markt ist so knapp wie seit 2014 nicht mehr. Dies zeigt der aktualisierte «Monitor Wohnungsmarkt» des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO). Besonders in städtischen Regionen und Berggebieten seien bezahlbare Angebote rar – vor allem für Haushalte mit tiefem oder mittlerem Einkommen. 

Der «Monitor Wohnungsmarkt»

Der «Monitor Wohnungsmarkt» bietet laut dem Bundesamt für Wohnungswesen «eine umfassende und detaillierte Analyse der Marktentwicklung». Er ist online zugänglich, wird regelmässig aktualisiert und ersetzte den Monitor «Personenfreizügigkeit und Wohnungsmarkt», der bis 2022 jährlich erschien.

Der «Monitor Wohnungsmarkt» bietet laut dem Bundesamt für Wohnungswesen «eine umfassende und detaillierte Analyse der Marktentwicklung». Er ist online zugänglich, wird regelmässig aktualisiert und ersetzte den Monitor «Personenfreizügigkeit und Wohnungsmarkt», der bis 2022 jährlich erschien.

Der Erwerb von Wohneigentum sei zwar für den Mittelstand noch möglich, aber nur mit Einschränkungen. Vor allem für den unteren Mittelstand seien «die Preise nur noch in wenigen Regionen erschwinglich». Zudem brauche eine «längere Ansparzeit» ein «hohes Mass an Durchhaltewille» und «Kompromissbereitschaft». 

Besserung nicht in Sicht

Etwas besser sehe es für die Haushalte des oberen Mittelstands aus. Sie hätten zwar «bessere Chancen», kämen jedoch in den Regionen «Genfersee, Zürich und Basel-Landschaft» ebenfalls an ihre finanziellen Grenzen. 

Auch die Zukunftsprognose sieht eher düster aus. Das BWO rechnet aufgrund der Entwicklung der Vorjahre damit, dass auch im laufenden Jahr 2026 «das Wachstum des Wohnungsbestandes nicht mit der Nachfrage mithalten kann». Ob sich die Situation positiv oder negativ entwickle, hänge massgeblich davon ab, wie sich das Wachstum der Anzahl Haushalte entwickeln werde. 

Einzig Haushalte, die bereits länger in Wohnungen leben, sind momentan in einer komfortablen Situation. Die sinkenden Zinse stabilisieren die Mieten und senken auch die Finanzierungskosten von Wohneigentum. 

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