Wegen der Hitze
Schweizer Städte starten eine Baumoffensive

Der Hitzesommer macht besonders den Städten zu schaffen. Bäume sollen nun Linderung bieten: Von Gratis-Bäumen für Privatgärten bis hin zu mobilen Schattenspendern rüsten die Städte gegen die Hitze auf.
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Die Städte leiden besonders unter der Hitze.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Städte bekämpfen Hitze mit Bäumen und mehr Grünflächen
  • St. Gallen bietet gratis Baumpflanzungen auf Privatgrundstücken an
  • Zürich will Baumkronenfläche bis 2050 von 15,4 % auf 25 % erhöhen
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Céline ZahnoRedaktorin Politik

Beton, Asphalt und Blech: Besonders die Städte leiden derzeit unter der Hitze. Die versiegelten Flächen heizen sich besonders schnell auf, es fehlt oftmals an schattigen Plätzen. Dem wollen Schweizer Städte nun entgegenwirken – und zwar mit Bäumen. 

Die Stadt St. Gallen hat nun entschieden, dass Baumpflanzungen auf privaten Grundstücken gratis sein sollen: Sie übernimmt die Kosten sowohl für den Baum als auch für dessen Einpflanzung. Liegenschaftsbesitzer, Firmen und Institutionen auf dem Stadtgebiet können die Unterstützung beantragen. «Bäume filtern Feinstaub, produzieren Sauerstoff, kühlen die Umgebung und sorgen an heissen Sommertagen für Schatten», heisst es auf der Website.

Mobile Schattenspender

Bern testet derzeit, welche Baumarten der Hitze in der Stadt standhalten können. Dazu werden verschiedene Bäume auf ihre Resistenz gegen Hitzestress und weitere Belastungen untersucht. «Städtische Gebiete sind von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen», heisst es auf der Website der Stadt. Grünflächen und Bäume können die Hitzeeffekte lokal abschwächen und die Lebensqualität in Städten erhöhen.

In Zürich ist geplant, dass jährlich 1000 Jungbäume gepflanzt werden. «Der Anteil der Baumkronenfläche liegt derzeit bei etwa 15,4 Prozent und soll bis 2050 auf 25 Prozent steigen», heisst es im Umweltbericht 2025. Auch Solothurn setzt auf Bäume – und zwar auf mobile. Sie werden in Stahltrögen gepflanzt, sodass sie je nach Bedarf verschoben werden können, wie SRF berichtet. 

Grosser Kühleffekt von Bäumen

Die Berner Fachhochschule hat den Kühleffekt von Bäumen untersucht. Der Fokus lag auf der gefühlten Temperatur – also darauf, wie warm ein Ort empfunden wird. Dabei werden etwa Wind und Luftfeuchtigkeit mitberücksichtigt.

«Was mich beeindruckt hat, war die enorme Kühlleistung der Bäume», sagt Stefan Jack, Professor für Digitale Fertigung und Leiter des Projekts zu SRF. «Selbst während eines heissen Sommertages reduziert sich die gefühlte Temperatur im Baumschatten um 13 bis 19 Grad. Die Temperaturen auf versiegelten Flächen können hingegen auf weit über 40 Grad klettern.»

Eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigte kürzlich, dass Bäume auch bei extremer Hitze weiterhin Wasser verdunsten und damit ihre Umgebung kühlen. Nun gelte es herauszufinden, welche Arten besonders gut kühlen.

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