VBS-Pfister räumt auf
Amherd-Kaderfrau muss gehen

Unter Ex-Verteidigungsministerin Viola Amherd war Pälvi Pulli noch gefördert worden. Unter Mitte-Bundesrat Martin Pfister muss sie nun den Hut nehmen – aber nicht mit leeren Händen.
Kommentieren
1/5
Kaderfrau Pälvi Pulli verlässt das Verteidigungsdepartement.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pälvi Pulli verlässt das VBS Ende Oktober nach einvernehmlicher Trennung
  • Sie prägte das 2024 gegründete Sepos und galt als Nato-Turbo
  • Acht Monatslöhne Abgangsentschädigung, Rückzahlung bei neuer Jobaufnahme
Blickgruppe_Portrait_287.JPG
Daniel BallmerRedaktor Politik

Es ist gekommen, wie Blick prophezeit hatte: VBS-Spitzenfrau Pälvi Pulli (55) muss den Hut nehmen. Das Verteidigungsdepartement formuliert das natürlich etwas diplomatischer: Das VBS und die stellvertretende Staatssekretärin für Sicherheitspolitik hätten sich einvernehmlich auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses verständigt. Botschafterin Pulli geht per Ende Oktober.

Pulli war von der alt Bundesrätin Viola Amherd (64) eingesetzt und gefördert worden. Unter Nachfolger Martin Pfister (62) schien sie jedoch weniger Rückhalt zu geniessen. Im Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (Sepos) soll es denn auch schon länger rumort haben.

Zusammenarbeit war nie ganz reibungslos

Staatssekretär Markus Mäder (54) prüfe eine Reorganisation im internationalen Bereich. Aktuell leisten sich Sepos und die VBS-Abteilung für Internationale Beziehungen Doppelstrukturen. Teilweise müssen sich Mitarbeiter neu bewerben, war zu hören.

Im Zentrum soll dabei Pulli gestanden sein, Mäders Stellvertreterin und eine der prägenden Figuren der VBS-Sicherheitspolitik. Der Stuhl der gebürtigen Finnin habe schon eine Weile gewackelt. Die Zusammenarbeit mit dem Generalsekretariat sei nie ganz reibungslos gewesen.

Abgangsentschädigung von acht Monatslöhnen

In einer Mitteilung dankt Verteidigungsminister Pfister Pulli «für ihren grossen Einsatz und ihre wertvollen Dienste im Departement». Gerade den Aufbau des 2024 gegründeten Sepos habe sie massgeblich geprägt und die internationale Kooperation des VBS mitgestaltet. Für viele galt Pulli als Nato-Turbo.

Pulli wird während ihrer viermonatigen Kündigungsfrist freigestellt. Das ist so üblich bei Kaderpositionen. Mit leeren Händen muss sie aber nicht gehen. Sie erhält eine Abgangsentschädigung von acht Monatslöhnen. Diese muss sie allerdings wieder zurückzahlen, wenn sie einen neuen Job annimmt.

Amherd verlässt unter Tränen das Podium im Bundeshaus
0:32
Nach Abschiedsrede:Amherd verlässt unter Tränen das Podium im Bundeshaus
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen