Stadt Zug will Geld loswerden
Erhalten Bürger bald einen 1000-Franken-Gutschein?

Der Stadt Zug geht es finanziell sehr gut. Sie schreibt Millionenüberschüsse. Aktuell wird darüber gestritten, wie dieses Geld an die Bevölkerung zurückgelangen soll.
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Die Stadt Zug schreibt einen Millionenüberschuss. Jetzt soll Geld an die Bürger zurückgegeben werden.
Foto: Keystone

Darum gehts

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  • Stadt Zug erzielt 2025 Ertragsüberschuss von 98,3 Millionen Franken
  • ALG-CSP will 1000-Franken-Gutscheine für Bürger, SVP fordert Steuerrabatt
  • Budgetierte Prognose lag bei negativem Ergebnis von 0,5 Millionen Franken

Der Kanton Zug ist wohlhabend – das ist kein Geheimnis. Davon profitieren auch die Einwohnerinnen und Einwohner. Etwa bei den Steuern oder bei den Krankenkassenprämien, wie Blick nachzeichnete. Doch auch die Stadt Zug ist finanziell gut aufgestellt – und schreibt Millionenüberschüsse. Bei der Frage, wie dieses Geld an die Bevölkerung zurückgelangen soll, ist sich die Politik nicht einig, wie «Zentralplus» berichtet. 

Die Jahresrechnung der Stadt Zug schloss mit einem Ertragsüberschuss von rund 98,3 Millionen Franken ab. Budgetiert war hingegen ein «leicht negatives Ergebnis» von 0,5 Millionen Franken. Grund für das bessere Ergebnis sind auch die hohen Steuereinnahmen. Jetzt soll die Bevölkerung etwas zurückbekommen. Die Frage ist nur: wie?

Gutschein oder Steuerrabatt?

Die ALG-CSP-Fraktion, bestehend aus einer grünen und einer christsozialen Zuger Partei, will ein Drittel des Überschusses in Form von 1000-Franken-Gutscheinen an die Bürger zurückgeben. Die Gutscheine sollen für alle gleich hoch sein und in der Stadt Zug eingelöst werden können. Damit könne auch das lokale Gewerbe gestärkt werden. 

Die SVP hingegen fordert einen Steuerrabatt. Die ALG-CSP-Fraktion lehnt diesen ab. «Das Eigenkapital und die Reserven der Stadt haben ein Niveau erreicht, das weit über die betrieblich notwendige Absicherung hinausgeht», schreibt die SVP in einem parlamentarischen Vorstoss, aus dem «Zentralplus» ebenfalls zitiert. Gleichzeitig seien die Lebenshaltungskosten – etwa die Mieten oder Krankenkassenprämien – «spürbar gestiegen». 

Ein Steuerrabatt sei «folgerichtig». Der Vorteil gegenüber einer dauerhaften Senkung des Steuerfusses sei, dass der Steuerrabatt jährlich flexibel angepasst werden könne. Damit könne man «situationsgerecht» reagieren. Auch auf kantonaler Ebene diskutiert man derzeit über einen Steuerrabatt. Zug wäre der erste Kanton, der einen solchen einführt.

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