SP-Ständerat muss zittern
Badran sägt an Jositschs Stuhl

Am Donnerstag entscheidet die Zürcher SP über Daniel Jositschs Zukunft. Es ist ungewiss, ob die Partei ihren Ständerat 2027 erneut kandidieren lässt. Jetzt prescht Nationalrätin Jacqueline Badran vor und lässt verlauten: Bei Bedarf stünde sie als Alternative bereit.
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Seine Zukunft ist ungewiss: Am Donnerstag entscheidet die Zürcher SP, ob sie Daniel Jositsch bei den Wahlen 2027 nochmals als Ständerat aufstellt.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SP-Delegierte entscheiden am Donnerstag in Zürich über Jositschs Kandidatur für 2027
  • Jacqueline Badran signalisiert Bereitschaft zur Kandidatur
  • Mario Fehr gewann 2023 als Parteiloser, trotz Konflikten mit der SP
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Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

Der Donnerstagabend wird für Daniel Jositsch (61) zur Zitterpartie. Der Zürcher SP-Ständerat muss bei seiner Partei antraben. Dort werden die Delegierten über die Zukunft des Politikers bestimmen: Sie entscheiden, ob Jositsch im Herbst 2027 nochmals für die Wahlen aufgestellt wird oder nicht. 

Der Ausgang ist ungewiss: Jositsch und seine Partei sind sich längst nicht immer einig. Seine persönliche Eitelkeit bei Bundesratswahlen stiess sauer auf, in Uster unterstützte er einen GLP-Kandidaten, und er ist auch in Punkten, die der Partei wichtig sind, nicht immer auf Linie. Kurz: Es herrscht Diskussionsbedarf. 

Badran stünde bereit

Jetzt fährt eine der beliebtesten und bekanntesten SP-Politikerinnen Jositsch in die Parade. SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (64) sagte gegenüber dem Portal Tsüri: «Sollte Jositsch nicht nominiert werden und die Partei beziehungsweise die Delegierten wollen, dass ich kandidiere, werde ich zur Verfügung stehen.» 

Das ist bemerkenswert: Die Nationalrätin ist eine Wucht in der Zürcher SP. Niemand kann so viele Wählerstimmen hinter sich versammeln wie die IT-Unternehmerin.

Badran betont gegenüber Zürcher Medien zwar: Sie suche das Amt nicht und sie wolle sich nicht in personalpolitische Debatten einmischen. So oder so stelle sich die Frage erst nach dem Donnerstag. Doch der Wortlaut ist nicht ohne. Die SP-Frau betont nicht explizit, dass sie hinter Jositschs Kandidatur stehe. Im Gegenteil: Jeder Delegierte weiss jetzt, dass es eine Alternative gäbe.

Fehr trat parteilos an

Würde in der Schweiz wie in England auf alles gewettet: Die Einsätze auf Jositsch würden wohl sinken. Offen ist, ob der Zürcher auch ohne die Kantonalpartei im Rücken in den Wahlkampf ziehen würde. Er hat sich gegenüber den Zürcher Medien nicht geäussert. 

Nicht zum ersten Mal würde sich die Zürcher SP mit einem ihrer wichtigsten Exponenten zerstreiten: Regierungsrat Mario Fehr (67) ist 2021 nach mehreren Querelen aus der Partei ausgetreten. Die Wahl 2023 hat der Parteilose dennoch als bestgewählter Regierungsrat geschafft.

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