Petition lanciert
SVP mobilisiert gegen St. Galler Millionen-Moschee

Die albanisch-islamische Gemeinschaft El-Hidaje plant in St. Gallen eine Grossmoschee für 15 Millionen Franken. Die SVP fordert Transparenz und kritisiert mögliche Auslandsgelder.
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In St. Gallen gibt es Pläne für eine neue Moschee.
Foto: el-hidaje.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die albanisch-islamische Gemeinschaft plant eine 15-Millionen-Moschee in St. Gallen
  • SVP fordert Transparenz bei Finanzierung und kritisiert mögliche Gelder aus dem Ausland
  • Moschee soll 1000 m² gross sein und Platz für Hunderte Besucher bieten
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Gibt es in St. Gallen bald eine neue Moschee? Die albanisch-islamische Gemeinschaft El-Hidaje plant eine Grossmoschee mit imposanter Glaskuppel und prunkvollen Gebetsräumen. Der Neubau mit rund 1000 Quadratmetern Fläche soll Platz für mehrere Hundert Gläubige bieten. Insgesamt dürfte das Projekt 15 Millionen Franken kosten, wie Blick im April berichtete

Noch befinden sich die Pläne in einem frühen Stadium, ein Baugesuch gibt es noch nicht. Trotzdem macht jetzt die SVP St. Gallen gegen das Projekt mobil. An einer Medienkonferenz lancieren sie eine Petition gegen das Projekt. Sie fordern eine vollständige Transparenz bei der Finanzierung. «Aus unserer Sicht handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Gebetsraum. Wir sehen darin ein Bauwerk mit einer weit über die reine Religionsausübung hinausgehenden Bedeutung», sagte Kantonsrat Donat Kuratli (48).

«Finanzierungen aus dem Ausland dürfen nicht hingenommen werden»

Das Projekt müsse mit «grösster Sorgfalt» geprüft werden. «Die Schweizer Rechtsordnung, das geltende Baurecht sowie die Interessen der ansässigen Bevölkerung müssen uneingeschränkt Vorrang haben», sagt Kuratli.

Es sei «zweifelhaft», dass die 15 Millionen Franken allein durch Spenden aus dem Inland gedeckt werden könnten, ergänzt Kantonsrat Sascha Schmid (32). Darum müssten die Finanzierungsquellen offengelegt werden. «Finanzierungen aus dem Ausland dürfen nicht hingenommen werden.»

Auch im Kantonsrat hat die Partei bereits einen Vorstoss mit kritischen Fragen eingereicht. Die Kantonsregierung betont dort, dass sich die Initiantin der geplanten neuen Moschee nach Angaben der Stadt St. Gallen im interreligiösen Dialog engagiert. «So öffnete sie ihre heutige Moschee an Anlässen im Rahmen des Ramadans für Vertreterinnen und Vertreter der Stadt St. Gallen, der Polizei, für Nachbarn sowie Angehörige anderer Religionsgemeinschaften.»

Gemäss einer schriftlichen Stellungnahme der Gemeinschaft «erfolgt die Finanzierung des Projekts ausschliesslich über die lokale Gemeinschaft sowie über transparente, nachvollziehbare Quellen», so die Regierung. Es gebe keine Finanzierung durch islamische Staaten oder andere staatliche ausländische Stellen.

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