Darum gehts
- Die Junge SVP Zürich schliesst Sandro Subotic wegen fehlendem Schweizer Pass aus
- Subotic kandidierte für Gemeindeparlamentswahlen, obwohl er keinen Pass besass
- Gemeindeparlamentswahl findet im März 2026 im Zürcher Kreis 9 statt
Die Junge SVP positioniert sich öfters hart gegenüber Ausländerinnen und Ausländern. Seltenheitswert hat jedoch, dass es innerhalb der eigenen Partei geschieht. In Zürich ist nun genau das geschehen. Wie die kantonale Parteisektion mitteilt, hat ihr Vorstand entschieden, das Zürcher Mitglied Sandro Subotic aus der Partei zu werfen. Einer der Gründe: Er hat keinen Schweizer Pass.
Ein Problem wurde das jedoch nur, weil Subotic lange das Gegenteil behauptete. Der Stadtzürcher liess sich im Kreis 9 für die im März anstehenden Gemeindeparlamentswahlen aufstellen. Für die Jungpartei eine äusserst peinliche Panne. Denn seit ihrer Gründung stehe sie dafür, dass das aktive und passive Wahl- und Stimmrecht nur für Schweizerinnen und Schweizer gelte, schreibt sie. «Der Versuch, dieses Prinzip zu umgehen, ist ein Affront für einen der wichtigsten Eckpfeiler dieser Partei.»
Subotic habe Falschanschuldigungen verbreitet
Der Listen-Lapsus sei jedoch nicht die einzige Verfehlung des nun ehemaligen Mitglieds. So habe er etwa auch den Wahlvorschlag eines JSVP-Kandidaten für ein Exekutivamt in einer grossen Zürcher Gemeinde unterzeichnet, vertrauliche Informationen weitergegeben und falsche Anschuldigungen geäussert.
Besonders sauer scheint der Jungfraktion der Sünneli-Partei aufzustossen, dass Subotic öffentlich verlauten liess, dass er aus dem Parteivorstand gedrängt wurde. «Das entbehrt jeder Grundlage», schreibt die Partei. Der Rücktritt sei «auf eigenen Wunsch» geschehen, «da er sich nicht hinter das Kollegialitätsprinzip stellen wollte».
«Zum Schutz der Jungen SVP des Kantons Zürich» sah der Parteivorstand schlussendlich also keine andere Lösung, als Subotic ganz auszuschliessen. «Die Geschehnisse haben bei vielen Mitgliedern verständlicherweise Unruhe und Verwirrung ausgelöst.» Nun wolle man den Blick wieder nach vorne richten und «gemeinsam, geschlossen und respektvoll» für die politischen Anliegen einstehen.