Hier wird der Angreifer von der Polizei festgenommen
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Leserreporter filmt:Hier wird der Angreifer von der Polizei festgenommen

Nach Terror-Attacke in Winterthur gerät Fehr von links und rechts in Kritik
«Er hat die Verantwortung für sein Amt vermissen lassen»

Linke werfen Fehr vor, die Tat in Winterthur politisch instrumentalisiert zu haben – er habe vorschnell von einer terroristisch motivierten Tat gesprochen. Auch aus der FDP kommen kritische Fragen: Was hat Fehrs Sonderkommission gewusst?
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Hier wird Täter Nesip Dedeler abgeführt.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mario Fehr nennt Messerattacke in Winterthur am 28. Mai «Terrorakt»
  • Kritik von links: Vorwurf politischer Instrumentalisierung, voreilige Aussagen und Namensnennung
  • Täter Nesip Dedeler war der Polizei bekannt, Soko informierte Bundeskriminalpolizei zwei Tage zuvor
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Céline ZahnoRedaktorin Politik

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (67, parteilos) fackelt nicht lange. Auch am Donnerstag, kurz nach dem Messerattentat in Winterthur, schuf er rasch Fakten: Als erstes Behördenmitglied bezeichnete er die Tat explizit als «Terrorakt», während Marius Weyermann (48), Kommandant der Kantonspolizei Zürich, an der gleichen Medienkonferenz davon absah.

Fehrs Vorpreschen zeigte Wirkung: Die Öffentlichkeit übernahm den Begriff prompt. Wenig später zog Bundespräsident Guy Parmelin (66) nach und sprach auf der Plattform X ebenfalls von einem «Terroranschlag».

Kritik von links

Aus dem linken Lager erntet Fehr, der Ex-Sozialdemokrat, nun Kritik für sein Auftreten. «Das ist, muss man heute sagen, möglicherweise eine vorschnelle Feststellung gewesen», sagte SP-Co-Präsident Cédric Wermuth (40) im Podcast «Meyer:Wermuth». «Die Beurteilung, was die Motive hinter so einer Tat sind, obliegt dem Gericht», fügte Co-Präsidentin Mattea Meyer (38) an. 

Im Zürcher Kantonsrat schossen sich SP, Grüne und AL gemeinsam auf Fehr ein, wie etwa die «NZZ» berichtete. Der Vorwurf: Er habe die Messerattacke politisch instrumentalisiert – ähnlich wie die SVP, die am selben Tag für ihre 10-Millionen-Initiative warb. Im Gegensatz zum Polizeikommandanten habe Fehr «die Verantwortung für sein Amt vermissen lassen». Er habe voreilig von einer terroristisch motivierten Tat gesprochen, obwohl dies angesichts des psychischen Zustands des Täters Nesip Dedeler erst noch geklärt werden müsse. Ausserdem habe er ohne Not den Namen des Täters genannt. 

Darum nennt Blick den Namen

Blick nennt im vorliegenden Fall den vollständigen und korrekten Namen des Messerangreifers von Winterthur, Nesip Dedeler (31), und zeigt ihn ohne Balken. Die Behörden, mit dem Zürcher Polizeidirektor Mario Fehr als zentraler Stimme, bezeichnen die Tat als «Terror-Akt». Ab einem solchen Fall nennen wir den Namen des mutmasslichen Terroristen als Person der Zeitgeschichte.

Blick nennt im vorliegenden Fall den vollständigen und korrekten Namen des Messerangreifers von Winterthur, Nesip Dedeler (31), und zeigt ihn ohne Balken. Die Behörden, mit dem Zürcher Polizeidirektor Mario Fehr als zentraler Stimme, bezeichnen die Tat als «Terror-Akt». Ab einem solchen Fall nennen wir den Namen des mutmasslichen Terroristen als Person der Zeitgeschichte.

Diese Bruchlinie überrascht kaum. Fehr war bis Mitte 2021 selbst SP-Mitglied, überwarf sich dann aber wegen Differenzen in der Asyl- und Sicherheitspolitik mit seiner Partei. Seine ehemalige Fraktion verpasste ihm einst den Spitznamen «Sheriff» – ein Image als «Law-and-Order»-Politiker, das er bis heute gekonnt kultiviert.

Der Sicherheitsdirektor konterte die Vorwürfe im Kantonsrat gewohnt angriffig: Man solle nicht so tun, als ob dies kein Terrorakt gewesen sei. Wer während einer solchen Straftat «Allahu Akbar» rufe, sei ein Islamist und ein Terrorist. «Diese Tat in das Reich der Psychiatrie wegdiskutieren zu wollen und so zu tun, als sei der Mann einfach ein bisschen labil gewesen, hilft Ihnen nichts», kritisierte Fehr. Auch den Vorwurf der Namensnennung liess er nicht gelten: Dieser sei nicht diskussionswürdig, wenn er aus Kreisen komme, die sich ohnehin gegen die Nennung der Nationalität von Straftätern wehrten.

Sonderkommission informierte Bundeskriminalpolizei

Unterdessen tauchen auch auf bürgerlicher Seite Fragen an Fehrs Adresse auf. Am Sonntag machte Blick publik, dass die auf Terrorbekämpfung spezialisierte Sonderkomission Master der Kantonspolizei Zürich Dendeler auf dem Radar hatte und die Bundeskriminalpolizei schon zwei Tage vor dem Attentat informierte

Am Tag vor der Terrorattacke wurde Nesip Dedeler aus der Psychiatrie entlassen, wie Fehr an der Medienkonferenz schilderte. Er erhob auch Vorwürfe gegen die psychiatrische Institution – verschwieg aber, dass die Sonderkommission über die Wahnvorstellungen des Täters informiert war. 

Die Zürcher FDP-Fraktion fordert nun eine «lückenlose Dokumentation sämtlicher Kontakte und Interventionen zwischen den Behörden». So sollen die richtigen Lehren aus dem Fall gezogen werden, damit sich so etwas nicht wiederhole.

Auf Anfrage von Blick schrieb die Kantonspolizei Zürich, dass die Bundesanwaltschaft mittlerweile ein Verfahren eröffnet habe. Deshalb könne man sich nicht weiter äussern. 

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