Mehr als eine Million
Das sind die Top-Verdiener bei den Staatsunternehmen

Von allen bundesnahen Firmenchefs verdiente SBB-Chef Vincent Ducrot letztes Jahr am meisten. Bei der Post gab es für die Konzernleitung dagegen deutlich weniger als noch ein Jahr zuvor.
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Jährlich präsentiert der Bund, wie viel die Kaderleute in den Bundesbetrieben kassieren.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SBB-Chef Vincent Ducrot verdiente 2025 insgesamt 1'047'052 Franken
  • Post-Chef verlor Spitzenplatz durch Führungswechsel im März 2025
  • Uvek führt Top-10 mit fünf Firmen unter Rösti an
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Nur einer knackte die Million: SBB-Chef Vincent Ducrot (63) kassierte letztes Jahr insgesamt 1'047'052 Franken. Ein Teil davon floss zwar direkt in die berufliche Vorsorge, trotzdem ist das Oberhaupt der Schweizer Bundesbahnen der Topverdiener bei den bundesnahen Unternehmen.

Auch andere Kaderleute wurden 2025 fürstlich entlöhnt, wie der jährliche Kaderlohnreport des Bundes aufzeigt. Ob die Firmen dabei vollständig im Bundeshaushalt integriert oder privatrechtlich organisiert sind, scheint bei den Spitzenreitern kaum eine Rolle zu spielen.

Post-Chef plötzlich nicht mehr an der Spitze

Nach Ducrot auf dem zweiten Platz landet etwa Postfinance-Boss Beat Röthlisberger (54) mit insgesamt 974'818 Franken. Wird nur der Lohn betrachtet, der direkt in seine Tasche fliesst, erreicht der Banken-Boss mit 818'240 Franken gar den Spitzenwert.

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Erst danach folgt die Konzernleitung der Post mit «nur» 859'085 Franken. Denn: 2024 hatte der damalige CEO Roberto Cirillo (54) mit über einer Million Franken Abgeltung noch die Spitzenposition eingenommen.

Cirillo wurde aber keineswegs zurückgestuft – trat jedoch bereits im März 2025 von seinem Posten ab. Wie das Eidgenössische Personalamt in seinem Bericht schreibt, sei die tiefere Lohnsumme daher vor allem auf die Übergangslösung Alex Glanzmann (56) zurückzuführen – er verdiente für seinen Einsatz weniger. Erst im November übernahm dann Cirillos Nachfolger Pascal Grieder (49), selbstverständlich zu vollem Lohn.

Röstis Reich ist am lukrativsten

Auffällig: In den Top 10 finden sich gleich fünf Firmen, die dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zugeteilt sind – darunter auch der Flugsicherungsdienst Skyguide und die SRG. Für Kaderleute scheint also der Weg über das Reich von Bundesrat Albert Rösti (58, SVP) der lukrativste. Wie erwartet sind aber etwa auch die Chefs der beiden Ruag-Ableger oder der Unfallversicherung Suva unter den zehn bestbezahlten Kaderleuten vertreten.

Das Finanzdepartement von Bundesrätin Karin Keller-Sutter (62, FDP) schafft es dabei nur einmal in die Liste: Finma-CEO Stefan Walter (61) erhielt mit 735'293 Franken immerhin die sechsthöchste Entlöhnung. Gleichzeitig ist die Finanzmarktaufsicht der einzige Bundesbetrieb, bei dem auch die Verwaltungsratspräsidentin Marlene Amstad (57) im Vollzeitpensum arbeitet.

Nur vier von sieben Departementen in den Top 10

Von den weiteren drei Departementen schafft es kein Unternehmen in die Top 10. Am erstaunlichsten ist dies beim Departement von Wirtschaftsminister Guy Parmelin (66, SVP), das mit seinen Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder der Tourismus- und Innovationsförderung einige attraktive Betriebe vereint.

Auch die drei Firmen im Reich von Justizminister Beat Jans (61, SP) setzen auf bescheidenere Entlöhnungen. Im Aussendepartement von Ignazio Cassis (65, FDP) sind währenddessen – wenig überraschend – keine staatsnahen Betriebe angesiedelt.

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