Medikamenten-Preisnachlässe in den USA
Kann die Schweiz von Trump abschauen?

Trump hat die Pharmaindustrie zu Preisnachlässen bewegt. Die Schweiz hat ein anderes Medikamentenproblem – könnte sich aber trotzdem etwas abschauen.
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US-Präsident Donald Trump zeigt, wie man Medikamentenpreise drückt – die Schweiz könnte sich beim Umgang mit Rabatten etwas abschauen.
Foto: imago/MediaPunch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump drückt Medikamentenpreise – 17 Pharmakonzerne machen mit
  • Schweiz lässt Rabatte in dreistelliger Millionenhöhe aus den Augen
  • Was die Schweiz von Trumps Verhandlungsmacht lernen könnte
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

US-Präsident Donald Trump (80) hat Bewegung in die festgefahrenen US-Medikamentenpreise gebracht – und bei einzelnen Präparaten deutliche Preisnachlässe für Patientinnen und Patienten erreicht.

In den USA sind Medikamente oft deutlich teurer als in Europa. Trump nutzte deshalb die Marktmacht der USA, um Preise zu senken: 17 grosse Pharmakonzerne haben sich auf günstigere Preise für bestimmte Medikamente eingelassen. Und über die neue staatliche Plattform TrumpRx.gov gibt es bestimmte Medikamente direkt zu vergünstigten Preisen zu beziehen.

Das Prinzip: Wer in den USA verkaufen will, soll sich beim Preis stärker an dem orientieren, was er in anderen reichen Ländern verlangt.

Schweiz: anderes Problem

In der Schweiz werden Medikamentenpreise bereits staatlich reguliert und mit dem Ausland verglichen. Das Problem kommt danach: Ärzte, Apotheken und Spitäler erhalten Rabatte auf Medikamente. Diese müssen grundsätzlich an die Krankenkassen und damit an die Prämienzahlenden weitergegeben werden.

Doch eine Untersuchung der Eidgenössischen Finanzkontrolle zeigt erhebliche Kontrolllücken. Bei Hunderten Millionen Franken an Vergünstigungen ist nicht ausreichend nachvollziehbar, ob sie tatsächlich weitergegeben wurden.

Was könnte die Schweiz abschauen?

Erstens: mehr Verhandlungsmacht. Bei besonders teuren Medikamenten härter mit den Herstellern verhandeln.

Zweitens: mehr Transparenz. Sichtbar machen, welche Rabatte tatsächlich gewährt werden.

Drittens: mehr Kontrolle. Die Schweiz hat die gesetzliche Grundlage bereits: Rabatte müssen grundsätzlich weitergegeben werden. Entscheidend wäre deshalb weniger ein neues Gesetz als eine schlagkräftigere Kontrolle des bestehenden Systems.

Trump liefert simple Idee

Trump liefert keine Blaupause zum Kopieren. Aber eine simple Idee: Wer weniger bezahlen will, muss seine Verhandlungsmacht nutzen, klare Regeln durchsetzen – und dafür sorgen, dass die Einsparungen auch ankommen.

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