Darum gehts
- Jonas Lauwiner, bekannt als «König der Schweiz», kandidiert für Berner Regierungsrat
- Er plant, auf Lohn zu verzichten und kritisiert Berns «Geldverschwendung»
- Regierungsratssitze zu vergeben: 7, Lauwiner gemäss Umfrage chancenlos
Er ist der selbsternannte «König der Schweiz»: Jonas Lauwiner (31) sorgt immer wieder für Aufsehen, weil er herrenlose Grundstücke sucht und sich für eine geringe Gebühr als Eigentümer eintragen lässt. Sehr zum Ärger der Politik. In Luzern forderten zum Beispiel Politiker bereits die Enteignung.
Doch jetzt will der König der Schweiz selbst in die Politik. Genauer gesagt in den Berner Regierungsrat, der Ende März neu gewählt wird. Er ist sehr wirtschaftsorientiert, wie das «Bieler Tagblatt» schreibt. «Die Steuerhölle Bern vertreibt Unternehmen.»
Dazu will er sich gegen die «Geldverschwendung» des Kantons einsetzen, also gemäss Lauwiner «irgendwelche Kunstprojekte, oder die Reithalle». Der Kanton soll sich auf Grundlegendes konzentrieren, etwa den Strassenbau oder das Gesundheitswesen. Lauwiner macht gleich eine Kampfansage: «Zug soll im Vergleich zu Bern arm aussehen.»
Chancen sind klein
Er selbst will dabei auf einen Teil seines Lohnes verzichten und die Hälfte an den Kanton zurückgeben. Monatlich verdient ein Regierungsrat momentan rund 23'000 Franken.
Die Chancen für Lauwiner gewählt zu werden, sind klein. Sieben Sitze sind zu vergeben, eine Tamedia-Umfrage von Anfang März sieht die vier bisherigen Kandidaten vorne: Astrid Bärtschi (52, Mitte), Evi Allemann (48, SP), Philippe Müller (62, FDP) und Pierre Alain Schnegg (63, SVP). Dahinter folgen die neuen Kandidaten Raphael Lanz (57, SVP) Aline Trede (42, Grüne) und Reto Müller (47, SP). An der Sitzverteilung in der Berner Regierung würde sich somit nichts ändern.