Darum gehts
- UBI rügt SRF-Bericht über AfD-Proteste in Giessen vom 29. November 2025
- 50 verletzte Polizisten, Bericht von SRF als einseitig kritisiert
- UBI-Entscheid: 5 zu 4 Stimmen gegen SRF, freie Meinungsbildung beeinträchtigt
«Eine wehrhafte Demokratie zeigt Präsenz!» Dieses Fazit zog SRF-Deutschlandkorrespondentin Alexandra Gubser (58) am 29. November 2025 in der SRF-«Tagesschau». Die Proteste gegen eine Versammlung der AfD-Jugend in Giessen bezeichnete Gubser in ihrem Bericht als «zum allergrössten Teil bunt und friedlich».
Bei den Demonstrationen gegen die Jugendorganisation der deutschen Rechtspartei wurden jedoch 50 Polizisten verletzt, wie das Innenministerium des Bundeslands Hessen nach den Ausschreitungen bekannt gab. SVP-Nationalrat Thomas Matter (60) war über Gubsers Aussagen in der «Tagesschau» so verärgert, dass er sich mit einer Beschwerde an die Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz wandte. Diese stellte im Januar dieses Jahres fest: Die Berichterstattung über die Proteste sei verharmlosend gewesen, sie als «bunt» zu verniedlichen, deplatziert.
Knapper Entscheid der UBI
Obwohl die Ombudsstelle ihm recht gegeben hatte, zog Matter die Sache an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) weiter.
Diese hat nun ebenfalls entschieden und rügt das SRF: Die Anmoderation, der Filmbericht und die Einschätzung der Korrespondentin hätten durchgehend einseitig zulasten der AfD informiert. Dies habe die freie Meinungsbildung des Publikums verunmöglicht. Mit einem knappen Mehrheitsentscheid von 5 gegen 4 Stimmen heisst die UBI Matters Beschwerde gut.