«Leute müssen Tarif der Swiss bezahlen»
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Marianne Jenni vom EDA:«Leute müssen Tarif der Swiss bezahlen»

EDA über Situation in Nahost
«Mindestens 5200 Schweizerinnen und Schweizer stecken fest»

4800 Schweizer Touristen sind im Nahen Osten gestrandet. Die Fluggesellschaft Swiss bietet für Donnerstag einen Sonderflug von Maskat an. Das EDA will am Mittwochnachmittag über den aktuellsten Stand informieren. Blick berichtet live.
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Marianne Jenni, Direktorin für konsularische Angelegenheiten im Aussendepartement, informiert am Mittwochnachmittag über den aktuellsten Stand der gestrandeten Schweizer Touris.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rund 4800 Schweizerinnen und Schweizer im Nahen Osten gestrandet
  • Swiss organisiert Sonderflug von Maskat nach Zürich für Donnerstag
  • EDA: Kommerzieller Luftverkehr teils wieder aufgenommen, einige Dutzend ausgereist
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik
16:48 Uhr

Sonderflüge statt Bundeslösung für die gestrandeten CH-Touris

Die Devise des EDA ist klar: Eigenverantwortung kommt vor Hilfe des Bundes. Zwar unterstützt das Aussendepartemen kommerzielle Sonderflüge, will aber aktuell nicht viel mehr tun.

Die Neuigkeiten gegenüber den Informationen von gestern waren also eher bescheiden. Der erste und vorerst einzige Swiss-Flug bietet 120 Rückkehrenden Platz, sagte Marianne Jenni, Direktorin für konsularische Angelegenheiten des Aussendepartements (EDA). Die Tickets wurden nach «first come, first serve»-Prinzip verteilt.

Korrigiert wurde zudem die Anzahl gestrandeter Reisender: Es sind nach EDA-Kenntnis nun rund 5200 Personen – am Dienstag waren es noch 400 weniger. Die meisten von ihnen würden in Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabische Emiraten und in Maskat im Oman festsitzen, so Jenni.

16:45 Uhr

«First come, first serve»

Die ersten die einen Flug reserviert hätten, würden auch die ersten Plätze ergattern, so Jenni. Man werde es auch bei den weiteren Sonderflügen so beibehalten.

16:41 Uhr

«Individuelle Verantwortung» vor Ort

Die Schweizer Touristen müssten sich auch selbst vor Ort über die verschiedenen Möglichkeiten der Ausreise informieren, sagt Jenni. «Es besteht durchaus eine individuelle Verantwortung, sich bei verschiedenen Fluggesellschaften über die verfügbaren Optionen zu erkundigen.» Offizielle Rückflüge werde es also nicht geben – jedoch möglicherweise mehr vom EDA unterstützte Sonderflüge.

16:36 Uhr

«Travel App» des EDA wird rege genutzt – mittlerweile 5200 Registrierte

Das EDA weiss mittlerweile von 5200 Reisenden. «Ob alle Registrierten tatsächlich ausreisen möchten, kann ich nicht sagen», so Jenni. Zudem seien wohl nicht alle gestrandeten Schweizerinnen und Schweizer in der App registriert. «Sie erhalten somit wohl auch nicht unsere Informationen.»

16:33 Uhr

Auch andere Länder setzen auf kommerzielle Sonderflüge

Auch die anderen Länder haben nur mittels kommerziellen Flügen Leute aus den Gebieten zurückholen können. Charterflüge sind Jenni keine bekannt. Auch ob andere Staaten sich an den Rückflügen beteiligen, wisse sie nicht.

16:32 Uhr

Marianne Jenni beantwortet nun die Fragen der Medien

Weshalb fliegt die Swiss mit einem Linienflug nach Maskat statt ein Flugzeug der Eidgenossenschaft? Der Bund besitze keine eigenen Flugzeuge, so Jenni. Über einen weiteren Flug gebe es zudem noch keine Informationen. Es sei eine komplizierte Organisation, etwa wegen der Überflugsrechte. Wenn sich etwas ergebe, würde man kommunizieren. 

An den Flugkosten beteiligt sich der Bund aber nicht. Weshalb? Es sei halt ein kommerzieller Flug. «Die Swiss hat einen Tarif festgelegt, der nicht kostendeckend ist», sagt Jenni. Die Fluggesellschaft erbringe also durchaus eine Dienstleistung an der Gesellschaft.

16:07 Uhr

EDA informiert um 16.30 Uhr

Weiterhin bibbern Tausende Schweizer Touris um ihre Rückkehr. Marianne Jenni, Direktorin für konsularische Angelegenheiten im Aussendepartement (EDA), wird vor den Medien über den aktuellsten Stand informieren.

Ende des Livetickers

Was tun mit den Tausenden Schweizer Touristinnen und Touristen im Nahen Osten? Am Dienstagnachmittag teilte Marianne Jenni, Direktorin für konsularische Angelegenheiten im Aussendepartement (EDA), vor den Medien mit, dass von den rund 4800 blockierten Schweizerinnen und Schweizern in der Region immerhin «einige Dutzend» aus Abu Dhabi ausreisen könnten – mit kommerziellen Flügen.

Sind organisierte Rückflüge also weiter kein Thema? Laut Jenni arbeite man unter Hochdruck an einer Lösung und sei auch mit Fluggesellschaften im Gespräch. Aber: «Das geht nicht von einer Stunde auf die andere.» Um solche Rückflüge zu organisieren, brauche es Slots und Bewilligungen für die Flugzeuge. Am Mittwoch um 16.30 Uhr will Jenni erneut informieren beziehungsweise zumindest die drängendsten Fragen zur aktuellen Situation beantworten.

Swiss plant Sonderflug

Gestrandete Schweizer Reisende können sich aktuell auf der Plattform «Travel Admin» für einen Rückflug anmelden. Am Mittwoch gab die Fluggesellschaft Swiss zudem bekannt, für Donnerstag eigenständig einen Sonderflug von Maskat nach Zürich anzusetzen. Die Destination gehört eigentlich nicht zu den regulären Zielen der Swiss.

Gemäss dem EDA haben zudem einige Fluggesellschaften am Dienstag den kommerziellen Luftverkehr in sehr eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen. Die Airlines würden die Passagiere, die auf den entsprechenden Flügen gebucht sind, direkt über Wiederaufnahmen, Umbuchungsoptionen oder Anpassungen informieren.

Anders als die Schweiz hat Deutschland derweil am Mittwoch bereits eine koordinierte Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere begonnen. Ein erster Flug sei nach Maskat, der Hauptstadt von Oman, geplant, kündigte Aussenminister Johann Wadephul (63) am Dienstag an.

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