Flächenbrand und getötete Amerikaner – Präsident Kopflos steckt in der Sackgasse
Trumps Iran-Plan bröckelt

Donald Trump sticht im Iran in ein Wespennest: Die angegriffenen Iraner wehren sich mit Raketen und Drohnen nach allen Seiten. Aus einem erfolgreichen Blitzkrieg wird nichts.
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Wie weiter? US-Präsident Donald Trumps Plan wird nicht aufgehen.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

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Guido FelderAusland-Redaktor

Eigentlich sollte der Angriff auf den Iran kurz und präzise sein – so wie im Juni 2025 bei der Zerstörung der Atomanlagen oder bei der Entführung von Venezuelas Diktator Nicolás Maduro (63) am 3. Januar. Doch nun müssen die Angreifer erste schwere Verluste beklagen: Bisher sind sechs US-Bürger und neun Israelis getötet worden. Zudem haben die kuwaitischen US-Verbündeten aus Versehen gleich drei US-Kampfjets abgeschossen. Der Schaden: rund 300 Millionen Dollar.

Der Angriff auf den Iran hat sich innert kürzester Zeit zu einem Flächenbrand entwickelt. Mehrere Nachbarstaaten sind von Vergeltungsangriffen der Iraner betroffen, die wild mit ihren Raketen aus dem riesigen Arsenal um sich schiessen. Donald Trump (79) entgleitet die Kontrolle!

Inzwischen spricht der US-Präsident davon, dass der Krieg vier bis fünf Wochen dauern werde. Das ist ein Monat, in dem nicht nur der Iran unter Beschuss genommen wird, sondern die gut ausgerüsteten und vorbereiteten Iraner auch ihren Gegnern schmerzhafte Schläge zufügen können.

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Kriegsverbrecher statt Friedenspräsident? Donald Trump bringt die Welt in Schwierigkeiten.
Foto: keystone-sda.ch

Weiter kommt dazu, dass Trumps Krieg gegen das Mullah-Regime die Welt in Nervosität bis Panik versetzt. An der vom Iran kontrollierten Strasse von Hormus sitzen über 300 Transportschiffe und mindestens zwei Kreuzfahrtschiffe fest, weil sie bei der Weiterfahrt einen Angriff der Revolutionsgarden befürchten. Die Folge: Weltweit schiessen die Ölpreise in die Höhe. Das kommt gerade im Autoland USA gar nicht gut an.

Der Krieg zerstört vielerorts das Tourismusgeschäft. Tausende von Touristen sind im Nahen Osten gestrandet und können nicht abreisen. Bei ihnen wächst nicht nur die Wut über mangelnde Information. Auch die Angst vor Angriffen breitet sich aus. Die Touristenorte im Nahen Osten wie etwa das hochgejubelte Dubai müssen mit massiven Einbussen rechnen.

Kaum Chancen gegen die Garde

Trump hat sich in einem höchst gefährlichen Manöver verfahren und wohl die Schlagkraft der iranischen Verteidigung, die er beim Angriff auf die Atomanlagen vor knapp einem Jahr noch überlisten konnte, unterschätzt. Selbst sein Ziel scheint nicht mehr klar zu sein. Ursprünglich sprach er von einem Machtwechsel, inzwischen nur noch davon, dass er die Atomgefahr bannen wolle.

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Auch wenn Trump die Kriegshandlungen im Nahen Osten schon bald einstellt, wird der Krieg lange nachhallen. Nicht nur in der Region. Der Hass der Millionen Mullah-Fans in und ausserhalb Irans könnte sich in Anschlägen weltweit niederschlagen.

So oder so bleibt die grosse Frage: Was kommt, wenn die amerikanische und israelische Intervention beendet ist? Dann soll offenbar das iranische Volk das Ruder übernehmen und sich alleine an die Macht kämpfen. Doch Zivilisten ohne politische oder militärische Struktur haben gegen eine fest verankerte und schwer bewaffnete Revolutionsgarde, die nebst dem Waffenarsenal auch die Wirtschaft kontrolliert, kaum eine Chance.

Egal, ob der Krieg schon bald oder später endet: Trump hinterlässt dem iranischen Volk ein Minenfeld. Trump ist weit weg von dem, was er über sich im Wahlkampf gesagt hatte: Statt als Friedenspräsident entpuppt er sich als Kriegsherr, der nicht mal mehr einen Plan hat.


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