Droht der Schweiz dasselbe?
Hälfte der F-35-Kampfjets in den USA am Boden

Wegen fehlender Ersatzteile kämpfen die USA darum, ihre F-35-Flotte flugfähig zu halten. Die Schweiz erwartet mindestens 60 Prozent Einsatzbereitschaft bei ihren Kampfjets.
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In den USA flogen 2024 weniger als die Hälfte der Jets.
Foto: PETER KLAUNZER

Darum gehts

  • Hälfte der F-35-Jets in den USA 2024 nicht flugbereit gemeldet
  • Schweiz erwartet mindestens 60 Prozent Einsatzbereitschaft für ihre F-35
  • 36 Jets geplant, wegen Mehrkosten reduzierte Beschaffung auf weniger Flugzeuge
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Die Hälfte der F-35-Kampfjets steht in den USA am Boden – das berichten «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Wegen Lieferverzögerungen mangelt es an Ersatzteilen. Deshalb bauen Wartungsteams Bauteile aus Jets aus und in andere Flugzeuge wieder ein, um die Flotte flugfähig zu halten. Das gehe aus einem Bericht des US-Verteidigungsministeriums hervor, so die Zeitungen.

2024 sei die Hälfte der F-35-Kampfjets «nicht flugbereit» gewesen. Die Mindestanforderung an die Einsatzfähigkeit sei 17 Prozent höher. 

Schweiz erwartet Einsatzbereitschaft von mindestens 60 Prozent

Das Verteidigungsdepartement sagt gegenüber den Zeitungen, es erwarte bei den F-35 eine Einsatzbereitschaft von mindestens 60 Prozent. Das Departement verweist darauf, dass die Amerikaner Massnahmen eingeleitet hätten, um die Einsatzbereitschaft «nachhaltig zu verbessern». Zudem beschaffe die Schweiz ein erweitertes Materialpaket. Man könne zudem nicht von der Einsatzbereitschaft anderer Flotten auf die Schweiz schliessen. 

Die Schweiz plante ursprünglich, 36 Kampfjets des Typs F-35 für rund sechs Milliarden Franken zu beschaffen. Angesichts von Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Franken entschied sie jedoch, weniger Flugzeuge zu kaufen.

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