Nach Zoll-Deal
GPK-Mitglieder wollen Trump-Besucher vorladen

Welche Rolle spielten Milliardäre beim Zoll-Deal mit den USA? Erhielten sie geheime Informationen vom Bundesrat? Nun soll Alfred Gantner Antworten geben – vor der Geschäftsprüfungskommission.
Kommentieren
1/5
Handelten Milliardäre in eigener Sache – oder in staatlichem Auftrag?
Foto: zVg

Darum gehts

Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
Raphael_Rauch (1).jpg
Raphael RauchBundeshausredaktor

Geht es nach Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommission (GPK), soll Alfred Gantner (57) vorgeladen werden. Dem Milliardär, Mitgründer der Partners Group, kommt im Vorfeld des Zoll-Deals zwischen den USA und der Schweiz eine Schlüsselrolle zu. Gantner war Anfang November mit anderen Unternehmern im Weissen Haus und überzeugte US-Präsident Donald Trump (79), die Strafzölle zu senken – im Gegenzug sicherten Schweizer Firmen zu, in den nächsten Jahren 200 Milliarden Franken in den USA zu investieren. 

Aber was war das? Eine Initiative der Privatwirtschaft? Parastaatliches Handeln? Oder gar eine Sondermission im Auftrag des Bundesrats, ausgestattet mit geheimen Informationen? Die GPK fordert Aufklärung – und hat deshalb ihr Mandat ausgeweitet. «Wir haben auf Antrag der Subkommission beschlossen, den zeitlichen Fokus der Abklärungen bis und mit den jüngsten Entwicklungen zu erweitern und somit den Zeitraum vom 7. August bis zum 14. November 2025 ebenfalls zu berücksichtigen», teilt ein GPK-Mitglied aus dem Ständerat Blick mit. 

Auch Alfred Gantner soll aussagen

Bislang untersuchte die GPK nur die Abläufe bis August 2025. Die Ausweitung des Zeitraums soll der GPK ermöglichen, «bei den nächsten Anhörungen verschiedene Fragen zur Verhandlungsführung der Bundesbehörden auch in dieser Phase anzusprechen und im Vorfeld entsprechende Unterlagen anzufordern», so der Ständerat. In diesem Zusammenhang soll gemäss einzelnen GPK-Mitgliedern auch der Milliardär Alfred Gantner vorgeladen werden.

Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen